Hitze führt zu mehr Oberleitungsschäden bei Zügen

Mathias FischerMathias Fischer
Hitzewelle: Thermometer zeigt 42 Grad Celsius bei Stromleitungen und Zug
© Mit KI (Gemini) generiert

Am Dienstagabend mussten 41 Personen aus einem Zug der Franz-Josefs-Bahn evakuiert werden, nachdem dieser wegen eines Oberleitungsschadens auf offener Strecke liegen geblieben war. Solche Pannen häufen sich, so der ORF.

Wegen eines Oberleitungsschadens ist am Dienstagabend ein Zug der Franz-Josefs-Bahn auf freier Strecke stehen geblieben. 41 Fahrgäste wurden in Sicherheit gebracht. Zuletzt haben sich Zwischenfälle mit defekten Oberleitungen gehäuft.

Bereits Mitte Juli mussten rund 500 Reisende aus einem Railjet in Prinzersdorf (Bezirk St. Pölten) evakuiert werden. Damals war der Stromabnehmer der Garnitur ausgefallen.

Infrastruktur leidet unter extremen Temperaturen

Die ÖBB bestätigen gegenüber noe.ORF.at, dass hohe Temperaturen die Infrastruktur belasten. Die Oberleitung sei für Umgebungstemperaturen zwischen minus 30 und plus 40 Grad ausgelegt, inklusive einer zusätzlichen Erwärmung durch Traktionsstrom von plus 40 Grad.

Wegen der hohen Außentemperaturen werde die Grenztemperatur jedoch öfter erreicht, teilen die ÖBB mit. Die Materialien dehnen sich zwischen kühlen Nächten und heißen Tagen unterschiedlich stark aus, was die mechanische Belastung erhöhe. Über mehrere Jahre hinweg könne dies zu Ermüdungsbrüchen an einzelnen Bauteilen führen.

Die ÖBB gehen davon aus, dass die aktuellen Hitzewellen zur derzeit erhöhten Zahl von Oberleitungsstörungen beitragen. Die Anlagen würden regelmäßig geprüft und gewartet, dennoch entwickelten sich manche temperaturbedingten Schäden über längere Zeiträume und seien trotz laufender Kontrollen nicht immer rechtzeitig zu erkennen.

Quelle: https://noe.orf.at/stories/3370506/

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