Hitze und Trockenheit: Hopfenernte in Gefahr

Pia ProdingerPia Prodinger
© Donovan Kelly / Pexels (Symbolbild)

Die extreme Hitze und Trockenheit machen den steirischen Hopfenbauern schwer zu schaffen. Die Pflanzen werfen bereits Blätter ab, die Doldenbildung stagniert, so der ORF.

Die Lage bei den Hopfenbauern in der Steiermark ist angespannt. Richard Stelzl, Obmann der steirischen Hopfenbauern, beschreibt die Situation als deprimierend. Wegen der anhaltenden Hitze und der extremen Trockenheit befinde sich der Hopfen in einem erbärmlichen Zustand. Die Pflanzen würfen bereits Blätter ab – ein Selbstschutzmechanismus, um die Verdunstung zu reduzieren. Die Doldenbildung sei zum Stillstand gekommen.

Frost, Hagel und niedrigerer Bittergehalt

Am „Tag des Bieres“ stellt Stelzl eine düstere Prognose: Die Ernte werde nicht gut ausfallen. Bereits im Frühjahr hätten die Bauern mit Frost kämpfen müssen, später sei Hagel hinzugekommen. Sicher sei, dass der Bittergehalt des Hopfens heuer deutlich unter dem Durchschnitt liegen werde.

Angesichts des fortschreitenden Klimawandels wird bereits an neuen Züchtungen gearbeitet. Johannes Eregger, Braumeister der Puntigamer Brauerei, erklärt, dass man gemeinsam mit der Landwirtschaft und den Hopfenbauern an Entwicklungen arbeite. Ziel sei es, auch künftig exzellenten Hopfen in der richtigen Qualität für die Brauerei zu haben.

Braumeister gleichen Schwankungen aus

Auch die Wintergerste habe schon bessere Jahre gesehen, sagt Josef Rieberer, Geschäftsführer der Murauer Brauerei. Die Sommergerste hingegen sei gut ausgefallen. Geschmackliche Veränderungen beim Bier erwartet er nicht – es sei eben die Kunst des Braumeisters, trotz schwankender Rohstoffqualität stets das gleiche Bier herzustellen.

Quelle: https://steiermark.orf.at/stories/3366047/

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