Hitze und Trockenheit setzen heimischen Wildtieren zu

Ausbleibende Niederschläge und trockene Böden erschweren vielen Wildtieren die Nahrungssuche. Besonders Jungvögel, Igel und Insekten leiden unter den Bedingungen, so der Österreichische Tierschutzverein.
Die anhaltende Trockenheit macht heimischen Wildtieren schwer zu schaffen. Weil der Regen ausbleibt und die Böden zu trocken sind, blühen natürliche Wiesenpflanzen kaum auf. Jungvögel, Igel und zahlreiche Insekten finden derzeit nur schwer Nahrung.
Wasserschalen als einfache Hilfe
Alexios Wiklund, Pressesprecher vom Österreichischen Tierschutzverein, appelliert an Gartenbesitzer und Menschen mit Balkonen, den Tieren zu helfen. „In unseren Gärten haben die Tiere eigentlich paradiesische Verhältnisse, wenn die naturnah gebaut sind“, erklärt er. Am einfachsten sei es, eine flache Schale mit Wasser aufzustellen.
Das funktioniere auch auf jedem Balkon. In Österreich gebe es fast eine Million Balkone, daher lohne sich diese Maßnahme wirklich, so Wiklund. Zusätzlich rät er dazu, Teile des Rasens wachsen zu lassen und nicht zu mähen. Davon würden vor allem Wildbienen und Schmetterlinge profitieren.
Murmeltiere verkürzen Fresszeit
Im alpinen Raum ist besonders das Murmeltier in Oberkärnten vom Klimawandel betroffen. Wenn es den Tieren zu heiß wird, ziehen sie sich in ihren kühlen Bau zurück und verkürzen dadurch ihre Fresszeit, erläutert Wiklund. Das Problem dabei: „Sie fressen nicht und haben dann nicht genug Reserven für den extrem langen Winterschlaf, den sie haben. Der dauert bis zu sieben Monate.“
Neben Murmeltieren sind auch Schneehasen und Gämsen die steigenden Temperaturen nicht gewohnt. Diesem Problem könne kaum etwas entgegengesetzt werden, sagt der Tierschützer. Die Tiere leben bereits im hochalpinen Gelände und können zur Abkühlung nicht mehr weiter nach oben ausweichen.