Hitze verformt Asphalt auf Straßen und Autobahnen

Hohe Temperaturen setzen den Straßen in der Steiermark zu. Ab 70 Grad Celsius wird Asphalt verformungsanfällig, die Fahrbahnen erreichen diese Werte bei 40 Grad Außentemperatur, so der ORF.
Bei extremer Hitze entstehen auf schwarzem Asphalt Oberflächentemperaturen von bis zu 70 Grad Celsius. Franz Nöhrer, Leiter des Referats Straßenbau im Land Steiermark, erklärt, dass der dunkle Belag die Wärme absorbiert und dadurch verformungsanfällig wird.
An vielen Stellen beginnt der Asphalt zu „schwitzen“. Dabei werden Feinanteile durch Autoreifen an die Oberfläche transportiert, wo sich Bitumen anreichert. Der Straßenerhaltungsdienst streut laufend Kalkmehl, um diese Substanzen zu binden.
Verformungen und Steinschläge nehmen zu
Die Behebung von Hitzeschäden beschäftigt die Straßendienste derzeit permanent. Betroffen sind vor allem Kreisverkehre, Anbremszonen und Kurven, wo sich die Asphaltkonstruktion verformt. Zudem zerklüften Felsformationen entlang der Landesstraßen und verursachen vermehrt Steinschläge.
Die meisten Schäden werden bei den täglichen Kontrollfahrten des Streckendienstes sofort behoben. Bei größeren Problemen sichern die Mitarbeiter die Stelle ab und fordern einen Bautrupp an.
ASFINAG kämpft mit Verformungen und Betonschäden
Auch auf den steirischen Autobahnen muss die ASFINAG verstärkt ausrücken. Thomas Avender vom Bau Management nennt als Ursache für Verformungen den Schwerverkehr in Kombination mit der Elastizität des Baustoffs.
Bei Betondecken treten gelegentlich sogenannte „Blow-ups“ auf. Dabei kann die Ausdehnung von den Fugen nicht mehr aufgenommen werden und eine Betonplatte bricht. Dank verbesserter Bautechnik kommen diese Schäden trotz Rekordhitze nur noch selten vor.
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