Hitzeschutz auf Baustellen: Jede zweite Kontrolle zeigt Mängel

Das Arbeitsinspektorat kontrolliert täglich Baustellen in Oberösterreich auf ausreichenden Hitzeschutz für Beschäftigte. Bei rund der Hälfte der heuer durchgeführten Überprüfungen wurden Verstöße festgestellt, so der ORF.
Obwohl es in Österreich keinen gesetzlichen Anspruch auf Hitzefrei ab 32,5 Grad auf Baustellen gibt, sind Arbeitgeber verpflichtet, ihre Beschäftigten an besonders heißen Tagen ausreichend vor der Hitze zu schützen. Das Arbeitsinspektorat überprüft täglich verschiedene Baustellen in Oberösterreich, um die Einhaltung dieser Vorschriften sicherzustellen.
Rund 300 Überprüfungen seit Jahresbeginn
Im Fokus der Kontrollen stehen die Einhaltung der Pausen sowie die Räumlichkeiten und Aufenthaltsbereiche für die Beschäftigten, erklärt Johannes Bachmair, Leiter des Arbeitsinspektorats Oberösterreich-Ost. „Außerdem geht es um die Beschattung und kühlende Getränke für die Arbeitnehmer“, so Bachmair.
Seit Jahresbeginn hat das Arbeitsinspektorat bereits rund 300 Kontrollen durchgeführt. Besonders in den Sommermonaten werden dabei regelmäßig Mängel aufgedeckt. „Bei etwa 45 bis 50 Prozent der Kontrollen wurden bereits Übertretungen von Schutzbestimmungen für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer festgestellt“, berichtet Bachmair.
Bußgelder von bis zu 8.000 Euro möglich
Unternehmen, die gegen die Schutzbestimmungen verstoßen, müssen mit empfindlichen Strafen rechnen. Wird auch bei einer Nachkontrolle durch das Arbeitsinspektorat kein entsprechender Plan vorgelegt, können Bußgelder von bis zu 8.000 Euro verhängt werden.