Hitzeschutz soll in Bauordnung verankert werden

Mona HopfingerMona Hopfinger
Integriertes Hitzeschutzkonzept für Gebäude: Isolierung, Lüftung, Fenster, Fassade
© Mit KI (Gemini) generiert

Grüne Oberösterreich fordern, Klimawandelanpassung bereits bei der Gebäudeplanung mitzudenken. Bei einem Firmenbesuch in Katsdorf diskutierten Vertreter über Hitzeschutzkonzepte für öffentliche Bauten.

Die Grünen Oberösterreich und die Grüne Wirtschaft OÖ haben bei einem Besuch der Firma LSA Luft-Systeme Althuber in Katsdorf über besseren Hitzeschutz bei Gebäuden gesprochen. Landtagsabgeordnete Dagmar Engl und Bernhard Seeber von der Grünen Wirtschaft betonten dabei die Notwendigkeit, Klimawandelanpassung bereits in der Planungsphase zu berücksichtigen.

„Wir sollten nicht heute billig bauen und morgen teuer nachrüsten. Wenn wir wissen, dass die Sommer heißer werden, müssen wir Hitzeschutz bereits bei der Planung mitdenken“, erklärte Engl. Besonders bei öffentlichen Einrichtungen wie Schulen, Kindergärten und Gesundheitseinrichtungen sei dies von großer Bedeutung.

Gesamtkonzept statt pauschaler Klimaanlagen-Pflicht

Im Gespräch mit dem Unternehmen wurde erörtert, wie Klimawandelanpassung stärker in der Bauordnung verankert werden könnte. Dabei gehe es nicht um eine pauschale Verpflichtung zu Klimaanlagen, sondern um ein umfassendes Konzept aus Beschattung, Gebäudeplanung, Dämmung, Lüftung und – wo erforderlich – effizienter Kühlung.

Engl betonte, dass eine frühzeitige Planung von Hitzeschutz vieles einfacher und langfristig auch kostengünstiger mache. Es könne nicht der Anspruch sein, bei der nächsten Hitzewelle festzustellen, dass Schulen oder Gesundheitseinrichtungen nicht ausreichend vorbereitet seien.

Mühlviertler Betrieb als Beispiel für regionale Innovation

LSA Luft-Systeme Althuber ist ein Mühlviertler Meisterbetrieb, der auf anspruchsvolle Lüftungs- und Klimatechnik spezialisiert ist. Das Unternehmen hat zahlreiche regionale und nationale Projekte realisiert und ist mittlerweile auch international tätig.

„Firmen wie LSA und Unternehmer:innen wie Fritz Althuber sind das Rückgrat unserer regionalen Wirtschaft. Sie schaffen Arbeitsplätze, halten die Wertschöpfung im Ort und zeigen, dass Innovation auch tief in unserer Region verwurzelt sein kann“, sagte Seeber.

Der Sprecher der Grünen Wirtschaft OÖ hob die Bedeutung des Austauschs mit Unternehmen hervor. Die Betriebe kennten die Herausforderungen aus der Praxis und verfügten über das notwendige Know-how, das stärker in die politische Gestaltung einbezogen werden müsse.

Für Engl und Seeber ist Klimawandelanpassung ökologisch unabdingbar und zugleich eine wirtschaftliche Chance. Nur durch Investitionen in die Klimawandelanpassung könne man Menschen vor Hitze schützen und gleichzeitig den heimischen Wirtschaftsstandort stärken.

Quelle: https://ooe.gruene.at/news/hitzeschutz-muss-beim-bauen-mitgedacht-werden

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