Hochschulallianz E³UDRES²: 20.000 Teilnehmer in sechs Jahren

Neun europäische Hochschulen haben seit 2020 knapp 20.000 Studierende und Bürger in gemeinsame Projekte eingebunden. Koordiniert wird die Allianz von der FH St. Pölten – als einzige österreichische Fachhochschule in dieser Rolle.
Die European University Alliance E³UDRES² verbindet seit sechs Jahren Hochschulen aus neun Ländern. Ziel ist es, durch internationale Bildungsangebote, gemeinsame Forschung und Innovationsformate regionale Herausforderungen zu bewältigen. Die Bilanz: 9.800 Studierende und 9.850 Bürger nahmen an Aktivitäten teil, mehr als 200 Lösungsansätze für regionale Probleme wurden erarbeitet.
FH St. Pölten koordiniert europäisches Netzwerk
Beteiligt sind Hochschulen aus Österreich, Belgien, Deutschland, Finnland, Portugal, Ungarn, Rumänien, Lettland und den Niederlanden. Die Koordination liegt bei der USTP – University of Applied Sciences St. Pölten, der einzigen österreichischen Fachhochschule, die eine europäische Hochschulallianz leitet.
„E³UDRES² zeigt, welches Potenzial entsteht, wenn regional verankerte Hochschulen europäisch denken und gemeinsam handeln“, erklärt Hannes Raffaseder, Geschäftsführer der USTP und Präsident der Allianz. Ziel sei es, Talente zu verbinden und Antworten auf gesellschaftliche Herausforderungen zu entwickeln.
Projekte mit regionalen Partnern in Niederösterreich
In Niederösterreich hat die FH bereits mit Partnern wie Natur im Garten, DIE GARTEN TULLN, dem Festspielhaus St. Pölten, Cinema Paradiso, Cloudflight und der Walzengravieranstalt Guntramsdorf zusammengearbeitet. Die europäische Vernetzung ermöglicht regionalen Akteuren Zugang zu internationaler Expertise.
Bei Hackathons und Bootcamps bearbeiten internationale Teams Aufgaben aus den beteiligten Regionen. Hochschulangehörige arbeiten dabei mit Vertretern aus Wirtschaft, Verwaltung und Gesellschaft zusammen. Das Leitmotiv der Allianz lautet „local pulse. global waves“.
Joint-Master-Studiengänge seit 2026
2022 wurde eine eigene Trägerorganisation gegründet, um die Allianz langfristig zu verankern. Seither wurden die Aktivitäten in Lehre, Forschung und Wissenstransfer ausgebaut. Die Live Lecture Days bieten länderübergreifende Lernräume mit kostenlosen Online-Vorträgen. 2026 starteten die ersten gemeinsamen Joint-Master-Studiengänge.
„In den vergangenen sechs Jahren haben wir die Grundlagen für einen gemeinsamen europäischen Bildungs-, Forschungs- und Innovationsraum geschaffen“, sagt Gabriele Permoser, Managing Director von E³UDRES². Nun gehe es darum, die Zusammenarbeit weiter zu vertiefen.
Geplant sind zusätzliche Studienangebote, der Aufbau von Forschungszentren, neue Innovationsformate und eine engere Einbindung von Studierenden sowie regionalen Akteuren.

Quelle: https://www.ustp.at/de/stories/news/sechs-jahre-e3udres2-gemeinsam-regionen-staerken
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