Hochschule St. Pölten feiert 30 Jahre und platzt aus Nähten

Die Hochschule St. Pölten verzeichnet 4.500 Studierende, davon 1.500 Erstsemestrige heuer. Trotz Neubau vor fünf Jahren herrscht Platzmangel – eine Erweiterung wird nun erwogen, so der ORF.
Die University of Applied Sciences St. Pölten hat seit ihrer Gründung 13.000 Absolventinnen und Absolventen hervorgebracht. Das anhaltende Wachstum der ehemaligen Fachhochschule zeigt sich an den aktuellen Zahlen: Insgesamt sind 4.500 junge Menschen an der Einrichtung inskribiert, allein heuer beginnen 1.500 ihr erstes Semester.
Der Ruf, den sich die Institution in drei Jahrzehnten aufgebaut hat, zieht Studierende aus ganz Österreich an. Obwohl erst vor fünf Jahren ein neues Gebäude in Betrieb genommen wurde, herrscht bereits wieder Raumnot. Ausweichquartiere müssen genutzt werden.
Weitere Expansion im Gespräch
Bürgermeister Matthias Stadler (SPÖ) erklärte am Rande der Jubiläumsfeier im Festsaal der USTP, dass nun über eine weitere Erweiterung nachgedacht werde. Eine solche Entwicklung hätte vor 30 Jahren wohl niemand erwartet.
In seiner Festrede hob Jens Schneider, Rektor der Technischen Universität Wien, die Fähigkeit der USTP hervor, Theorie und Praxis zu verbinden. Diese Verbindung vermisse er in dieser Form an der TU Wien noch. Besondere Bedeutung komme daher dem Projekt Europacampus in Hainburg (Bezirk Bruck an der Leitha) zu, das die TU gemeinsam mit der USTP derzeit aufbaut.
Forschung als Erfolgsfaktor
Für Bürgermeister Matthias Stadler, der selbst mehrere Jahre als Geschäftsführer am Aufbau der Fachhochschule beteiligt war, ist Forschung ein zentraler Bestandteil des Erfolgs. Damals habe es in der Stadt außer in wenigen Betrieben keine Forschung gegeben. Nun gehöre man mit der USTP zu den forschungsstärksten Einrichtungen.
Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) bestätigte die wirtschaftlichen Auswirkungen: Innovation bringe neue Verfahren, neue Produkte, zukunftsträchtige Arbeitsplätze und Antworten auf künftige Herausforderungen. Dazu gehöre vor allem auch der Europacampus in Hainburg.
Breites Studienangebot mit 33 Studiengängen
Die Fachhochschule St. Pölten bietet mit ihren 33 Studiengängen ein breites Spektrum ab. Im Vordergrund stehen Cyber-Security, aber auch Künstliche Intelligenz, Digitalisierung im Allgemeinen, Bahntechnologie sowie soziale Arbeit und Gesundheit.
Geschäftsführer Hannes Raffaseder betont, dass all diese Bereiche eng miteinander verzahnt seien. Den Aufbau der vergangenen Jahre beschreibt er so: Man habe sich von der Regionalliga in die European Championsleague entwickelt und wolle sich dort auch behaupten.
Nahtloser Übergang in die Wirtschaft
Geschäftsführer Johann Haag hebt die enge Verzahnung von Universität und Wirtschaft hervor. Die Ausbildung erfolge so nahe an der Wirtschaft, dass Absolventinnen und Absolventen fast nahtlos in die Wirtschaft wechseln könnten. Das Thema arbeitslose Akademiker kenne man aufgrund der Themenfelder praktisch nicht, auch weil diese gemeinsam mit der Wirtschaft aufgebaut würden. Man bilde aus, was gesucht werde.
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