Hochstraß: Umstrittene Siedlung auf Wiese geplant

In Hochstraß wird zwischen der ehemaligen Volksschule und der neuen Schule ERLE ein Siedlungsgebiet gewidmet. Geplant sind Reihen- und Doppelhäuser in verdichteter Bauweise – das Vorhaben steht im Widerspruch zum örtlichen Entwicklungskonzept.
Zwischen der ehemaligen Volksschule Hochstraß und der neuen Schule ERLE läuft derzeit das Widmungsverfahren für ein neues Siedlungsgebiet. Auf einer bisher unbebauten Wiese sollen Reihenhäuser und Doppelhäuser in verdichteter Bauweise entstehen.
Widerspruch zum Entwicklungskonzept
Das Projekt steht im Widerspruch zum örtlichen Entwicklungskonzept (ÖEK), das für diesen Bereich keine derartigen großflächigen Siedlungsvorhaben vorsieht. Auch die bestehende Baustruktur wird nicht berücksichtigt: Statt der bisher üblichen Einfamilienhäuser ist eine maximale Versiegelung der Fläche vorgesehen. Das Landschaftsbild in Hochstraß werde dadurch beeinträchtigt, heißt es.
Kritik an Standortwahl
Kritiker:innen sagen aber, dass sich dieses Ziel im Hauptort Ried besser erreichen ließe. Hochstraß liegt am Rand, deshalb müssten Familien dort mehr Geld für ihre Wege einplanen. Außerdem fahren am Wochenende keine Öffentlichen. Offen ist auch, ob der jetzige Spielplatz und der Beachvolleyballplatz bleiben dürfen.
Wertsteigerung für Grundeigentümer
Die Gemeinde profitiert als Eigentümerin einer Parzelle von der Aufschließung des Gebiets. Der Eigentümer der bisherigen Wiesen kann sich durch die Umwidmung über eine deutliche Wertsteigerung freuen. Die Natur bleibe dabei auf der Strecke, so die Kritik.
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