Hochzeit 2027: Kosten von 9.000 bis 70.000 Euro möglich

Wer im Jahr 2027 heiraten möchte, sollte bereits jetzt mit der Budgetplanung starten. Die Kosten für eine Hochzeit in Österreich variieren stark – je nach Gästezahl und Ausstattung sind zwischen 9.000 und über 70.000 Euro realistisch.
Die Ausgaben für eine Hochzeitsfeier hängen vor allem von der Anzahl der geladenen Gäste ab. Catering und Location bilden die größten Kostenfaktoren, da jeder Gast einen Platz, Speisen und Getränke benötigt. Eine pauschale Antwort auf die Frage nach den Hochzeitskosten in Österreich gibt es daher nicht.
Neben der Größe der Feier spielen auch die persönlichen Vorstellungen eine zentrale Rolle: Wer sich für eine exklusive Veranstaltungsstätte, professionelle Videoaufnahmen oder Live-Musik entscheidet, muss mit höheren Ausgaben rechnen als bei einer einfachen Feier im privaten Rahmen.
Brautkleid und Anzug kosten durchschnittlich 1.195 Euro
Ein oft unterschätzter Posten sind die Outfits für Braut und Bräutigam. Laut Handelsverband liegen die Ausgaben für Brautkleid und Anzug im Schnitt bei jeweils 1.195 Euro. Hinzu kommen die Eheringe mit rund 888 Euro pro Ring.
Budgetaufteilung: Catering macht bis zu 40 Prozent aus
Die Hochzeitsplanung beginnt mit der Festlegung des verfügbaren Budgets. Folgende Aufteilung gilt als Orientierung für eine Standard-Hochzeit:
- 35 bis 40 Prozent für Catering – Essen und Getränke
- 10 bis 15 Prozent für die Miete der Location
- 10 bis 15 Prozent für professionelle Fotografie und eventuell Videografie
- 5 bis 10 Prozent für musikalische Unterhaltung – DJ oder Live-Band
- 5 bis 10 Prozent für Outfits, Styling und Eheringe
- 5 bis 10 Prozent für Blumen, Dekoration und Gastgeschenke
- 5 Prozent für die Hochzeitstorte
- 5 Prozent für administrative Gebühren und Einladungen
- 5 bis 10 Prozent als finanzieller Puffer für Unvorhergesehenes
Drei Beispielrechnungen: Von 9.450 bis 70.700 Euro
Eine Micro-Wedding mit 50 Personen verursacht Gesamtkosten von rund 9.450 Euro. Dabei entfallen 1.750 Euro auf das Catering bei 35 Euro pro Person, 1.500 Euro auf die Location und 3.000 Euro auf Outfits und Ringe. Fotografie schlägt mit 1.000 Euro zu Buche, ein DJ kostet 500 Euro.
Bei einer Standard-Hochzeit mit 100 Gästen steigen die Ausgaben auf etwa 29.400 Euro. Das Catering kostet hier 11.000 Euro bei 110 Euro pro Person, die Location 3.000 Euro. Für Fotografie sind 3.000 Euro, für Videografie 2.000 Euro und für eine Band oder DJ 1.500 Euro einzuplanen. Outfits und Ringe kosten 4.000 Euro.
Eine Luxus-Hochzeit mit 200 Personen kann bis zu 70.700 Euro kosten. Allein das Catering schlägt mit 30.000 Euro bei 150 Euro pro Person zu Buche, die Location mit 8.000 Euro. Fotografie kostet 6.000 Euro, Videografie 4.000 Euro und die musikalische Unterhaltung 5.000 Euro. Für Outfits und Ringe werden 8.000 Euro veranschlagt.
Flitterwochen: Budget zwischen 1.000 und 7.000 Euro
Nach der Hochzeit folgen die Flitterwochen, deren Kosten ebenfalls stark variieren. Entscheidend sind das Reiseziel, die Dauer und der Luxus-Faktor. Eine Low-Budget-Reise innerhalb Europas kostet zwischen 1.000 und 1.500 Euro, eine Standard-Reise mit mehreren Sternen liegt bei 2.000 bis 4.000 Euro. Luxus-Reisen zu fernen Zielen wie den Malediven oder Seychellen schlagen mit 4.000 bis 7.000 Euro zu Buche.
Wer 2027 heiratet, sollte noch heuer an die Reiseplanung denken, um von Frühbucher-Angeboten zu profitieren.
Finanzierung: Sparen oder Konsumkredit
Laut Statistik Austria geben sich jährlich rund 45.000 Paare in Österreich das Ja-Wort. Viele sparen lange für diesen Tag oder nutzen bei Bedarf einen Konsumkredit.
Die Finanzierungsplanung erfolgt in drei Schritten: Zunächst sollten Paare die Hochzeitsausgaben möglichst genau berechnen, indem sie die Gästeliste festlegen, Locations besichtigen und Angebote für Fotografie, Catering und Unterhaltung einholen. Je früher dies geschieht, desto besser sind die Konditionen.
Im zweiten Schritt gilt es, Ersparnisse und Notgroschen zu prüfen. Ein realistisches Budget ergibt sich aus verfügbarem Erspartem ohne Notgroschen, zukünftigen Sparraten bis zum Hochzeitstag und realistisch eingeschätzten Geldgeschenken. Der Notgroschen von drei bis sechs Monatsgehältern sollte unangetastet bleiben.
Als Faustregel gilt: Gäste schenken etwa die Hälfte bis zwei Drittel der Kosten pro Person zurück, diese Summe sollte aber nicht im Vorfeld eingeplant werden. Ein Sicherheitspuffer von 10 bis 15 Prozent für unerwartete Ausgaben ist ratsam.
Im dritten Schritt kann die Differenz zwischen benötigtem und verfügbarem Budget ausgeglichen werden – entweder durch längeres Sparen, Abstriche bei der Feier oder durch einen Konsumkredit. Dieser bietet schnelle Abwicklung, individuelle Laufzeit und kalkulierbare Rückzahlung.
Quelle: https://www.bank-bgld.at/de/blog/hochzeitsfinanzierung-fuer-2027
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