Hofbauermarkt feiert Eröffnung in neuer Halle

Nach neunmonatiger Bauzeit ist der Hofbauermarkt am Hofbauerplatz in Eggenberg zurück. Am Mittwoch wurde die neu errichtete Markthalle mit einem Soft-Opening im laufenden Betrieb eingeweiht.
Bereits ab sechs Uhr früh bauten Bäuerinnen, Bauern und Lebensmittelproduzenten ihre Stände auf und boten unter dem neuen Dach frische Produkte an. Bürgermeisterin Elke Kahr, Vizebürgermeisterin Judith Schwentner und Marktstadtrat Manfred Eber eröffneten die Halle gemeinsam mit Stadtbaudirektor Bertram Werle, Gesundheitsamtsleiterin Eva Winter, Marktstandbetreibern und Projektbeteiligten mitten im Marktgeschehen.
Tradition bewahrt, Infrastruktur modernisiert
Der Hofbauerplatz ist seit 1922 Marktgebiet. Die 1972 errichtete und später denkmalgeschützte Halle diente als architektonisches Vorbild für den Neubau. „Ihre markante Form bleibt vertraut, dahinter stecken moderne Technik, zeitgemäße Infrastruktur und viel planerisches Können“, erklärte Stadtbaudirektor Werle. Das Bundesdenkmalamt förderte den Neubau nach historischem Vorbild – ein neuer Weg im Denkmalschutz.
Bürgermeisterin Kahr betonte die Bedeutung des Platzes für Eggenberg: „Er ist ein Fixpunkt im Stadtteil, mit dem viele Menschen ganz persönliche Geschichten und Erinnerungen verbinden. Er spielt eine wichtige Rolle in der regionalen Nahversorgung und ist gleichzeitig ein sozialer Treffpunkt.“
Moderne Ausstattung und flexible Nutzung
Die 650 Quadratmeter große Halle erhielt neue Strom- und Wasseranschlüsse, moderne Beleuchtung, mehr Tageslicht sowie eine Photovoltaikanlage. Drei öffentliche Toiletten, darunter eine barrierefreie mit Wickelmöglichkeiten, wurden neu geschaffen. Sanierte Terrazzo-Tischplatten und mobile Holztische ermöglichen flexible Nutzung.
Die Stadtbaudirektion startete den Bau im Jänner 2026. W-förmige Stahlbetonelemente wurden mit Kränen eingehoben, gefolgt von bis zu 24 Meter langen Holzträgern. Künftig soll die Halle auch außerhalb der regulären Marktzeiten für Themenmärkte und Veranstaltungen genutzt werden.
Grünraum nach Schwammstadtprinzip
Rund 1.400 Quadratmeter wurden neu gestaltet. 23 Gleditschien sorgen künftig für Schatten. Größere Wurzelräume nach dem Schwammstadtprinzip speichern Regenwasser für die Bäume. Überschüssiges Wasser wird in einer 15.000-Liter-Zisterne zwischengespeichert und kontrolliert versickert. Erneuerte Wege, barrierefreie Übergänge und ein Trinkbrunnen ergänzen die Gestaltung.
Architekt konnte nicht teilnehmen
Der mittlerweile 101-jährige Franz Forstlechner, der die ursprüngliche Markthalle 1972 entworfen hatte, musste seine Teilnahme kurzfristig absagen. Während der Bauarbeiten hatte er gemeinsam mit seiner Enkelin Susanne Glatz regelmäßig den Fortschritt begutachtet. Die „Abnahme“ der originalgetreu wiederaufgebauten Halle wollen beide noch im privaten Rahmen nachholen.
An der Eröffnung nahmen unter anderem Architekt Bernd Pürstl, Robert Walle vom Bundesdenkmalamt, Vladimir Strecansky in Vertretung von Projektleiterin Johanna Regger, Bezirksvorsteherin Karin Gruber sowie die Marktsprecher Andreas Hammer, Susanne Kollmann und Rudolf Sonnleitner teil.
Der erste reguläre Markttag findet am Samstag, 31. Oktober, ab 6 Uhr statt. Rund 35 Betriebe bieten künftig jeden Mittwoch und Samstag von 6 bis 13 Uhr regionale Lebensmittel an. Die Investition betrug laut Projektbeschluss rund 3,99 Millionen Euro.
Quelle: https://www.graz.at/cms/beitrag/10475412/8114508/Hofbauermarkt_Erntedank_unter_Dach_und_Fach.html
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