Hofbauermarkt öffnet Ende Oktober

Mona HopfingerMona Hopfinger
Zwei Frauen mit Warnwesten und Helmen besichtigen eine Baustelle in Wien
© Stadt Graz

Die Bauarbeiten am Hofbauerplatz in Eggenberg gehen in die Schlussphase. Die neue Markthalle mit ihrer charakteristischen W-Konstruktion steht, 23 Bäume wurden gepflanzt und die historischen Markttische kehren zurück. Der erste reguläre Markttag soll bereits am 31. Oktober stattfinden.

Auf dem Hofbauerplatz wird noch geschraubt, gepflanzt und asphaltiert, doch die neue Markthalle ist bereits deutlich erkennbar. Die W-Konstruktion samt Dachaufbau ist fertiggestellt, derzeit arbeiten unter anderem Dachdecker und Elektriker am Ausbau. Auch die gläsernen Oberlichten werden montiert. Die Markthalle misst rund 650 Quadratmeter, insgesamt entstehen am Platz rund 1.400 Quadratmeter neu.
Prägende Elemente des alten Marktes, etwa die sanierten Tischplatten, kehren in die neue Halle zurück. Ergänzt werden sie durch mobile Holztische, die sich je nach Bedarf für den Marktbetrieb aufstellen lassen. So bleibt der Marktcharakter erhalten, während die Halle flexibler nutzbar wird.

Vizebürgermeisterin Judith Schwentner betonte, dass der besondere Charakter des Marktes erhalten bleiben sollte, während die Bedingungen für Standler:innen und Besucher:innen verbessert werden. „Mit mehr Grün, moderner Infrastruktur und einem erneuerten Dach entsteht hier ein Markt, der die Geschichte bewahrt und an dem man auch in Zukunft gerne zusammenkommt“, so Schwentner.

Klimaangepasste Gestaltung mit Regenwasserspeicher

Rund um die Halle wurden insgesamt 23 Gleditschien gepflanzt, die mit wärmeren und trockeneren Bedingungen gut zurechtkommen. In eine Zisterne unter der Erde passen bis zu 15.000 Liter Regenwasser. Das Wasser vom Dach wird aufgefangen. Danach fließt es genau dorthin, wo die Wurzeln der Bäume unter der Erde Platz haben.
So wird der Platz so gebaut, wie es von Anfang an für das Klima geplant war. Schon beim Start der Bauarbeiten waren neue Baumstandorte nach dem Schwammstadtprinzip vorgesehen. Auch dass man das Regenwasser zum Gießen nutzt, war schon damals geplant.

Acht Gewerke gleichzeitig im Einsatz

Seit Februar hat sich auf der Baustelle enorm viel getan, berichtete Projektleiterin Johanna Regger von der Stadtbaudirektion. Als wichtiger Meilenstein gilt das Einheben der W-Stützen aus Stahlbeton, danach folgte die Holztragkonstruktion mit bis zu 24 Meter langen Trägern, was auch logistisch fordernd war. Aktuell sind sogar acht Gewerke parallel im Einsatz und arbeiten Hand in Hand am Ausbau von Markthalle und Platz.
Die neue öffentliche WC-Anlage steht in der Endfertigung und bietet drei Toiletten, darunter eine barrierefreie, alle mit Wickelmöglichkeit. Die Kreuzungsbereiche rund um den Platz sind bereits barrierefrei umgebaut, teils fehlen noch Asphalt und Markierungen.
Zu den letzten Arbeiten zählt die Photovoltaikanlage Mitte Oktober, deren Strom dem Marktbetrieb dient. Bis zur Fertigstellung bleibt der Bauernmarkt im benachbarten Park, anschließend kehren die rund 35 Standbetreiber:innen unter das Dach zurück. Markttage sind regulär Mittwoch und Samstag, jeweils von 6 bis 13 Uhr.

Quelle: https://www.graz.at/cms/beitrag/10474184/8114508/Endspurt_beim_Hofbauermarkt.html

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