Holzleitner trifft Landesreferentinnen zu Gewaltschutz

Mathias FischerMathias Fischer
Elisabeth Köstinger im Gespräch bei einer Veranstaltung in Kärnten
© vmh

Frauenministerin Eva-Maria Holzleitner hat am Montag Vertreterinnen aus vier Bundesländern zu einem Arbeitstreffen empfangen. Themen waren unter anderem Schutzunterkünfte für gewaltbetroffene Frauen und Präventionsmaßnahmen gegen K.O.-Tropfen.

Eva-Maria Holzleitner empfing am 6. Juli 2026 die Landesfrauenreferentinnen aus Niederösterreich, Tirol, Vorarlberg und Wien im Bundesministerium für Frauen, Wissenschaft und Forschung. Im Zentrum des Treffens standen frauenpolitische Schwerpunkte der kommenden Monate sowie die Zusammenarbeit bei Initiativen gegen K.O.-Tropfen.

Ein weiteres Thema war die Fortführung der 15a-Vereinbarung zur Finanzierung von Schutzunterkünften für gewaltbetroffene Frauen. Jährlich stehen dafür 3 Millionen Euro zur Verfügung. Das Geld fließt in Frauenhäuser und andere Maßnahmen wie Prozessbegleitung.

Kampagne gegen K.O.-Tropfen wird fortgesetzt

Besondere Aufmerksamkeit galt den Informations- und Präventionsmaßnahmen zum Thema K.O.-Tropfen. Das Ministerium setzt auch heuer die Kampagne „Feiern ohne Folgen“ auf verschiedenen Festivals in Österreich fort. Auch auf Landes- und Städteebene laufen zahlreiche Initiativen. Geplant ist zudem ein bundesweiter Code of Conduct für Veranstaltungen.

„Frauenpolitik funktioniert dann am besten, wenn Bund, Länder und Gemeinden an einem Strang ziehen“, betonte die Ministerin. Herausforderungen vom Gewaltschutz bis zur ökonomischen Unabhängigkeit könnten nur gemeinsam bewältigt werden. Der regelmäßige Austausch mit den Landesfrauenreferentinnen sei daher zentral.

Ländervertreterinnen betonen Zusammenarbeit

Am Treffen nahmen Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister (Niederösterreich), Landesrätin Eva Pawlata (Tirol), Landesrätin Barbara Schöbi-Fink (Vorarlberg) sowie Stadträtin Elke Hanel-Torsch (Wien) teil.

Elke Hanel-Torsch lobte die konstruktive Zusammenarbeit über Parteien- und Regierungsebenen hinweg. Frauenpolitik müsse mehr sein als Schutz vor Gewalt, das Ziel sei echte gesellschaftliche Gleichstellung. Sicherheit und wirtschaftliche Unabhängigkeit seien dafür Grundvoraussetzungen.

Eva Pawlata hob hervor, dass die Länder vor ähnlichen Herausforderungen stünden. Umso wichtiger sei es, bewährte Ansätze zu teilen. Tirol bringe Erfahrungen beim Ausbau der Schutzunterkünfte, in der Frauengesundheit sowie mit Formaten wie dem Frauenpreis und der Frauenenquete ein.

Barbara Schöbi-Fink bezeichnete Gewaltschutz und Prävention als Daueraufgaben, die kontinuierliches Engagement erforderten. Der Dialog zwischen Bund und Ländern schaffe eine wichtige Grundlage für gemeinsames Handeln.

Christiane Teschl-Hofmeister verwies auf das umfassende Maßnahmenpaket in Niederösterreich – von der Stärkung der Frauenberatungsstellen und Frauenhäuser über Präventionsinitiativen wie „Check den Respekt“ bis zum Politik-Mentoring-Programm. Ein wichtiges Thema sei auch die nachhaltige Finanzierung der Frauenberatungsstellen gewesen. Hier brauche es verlässliche und langfristige Rahmenbedingungen sowie eine ausreichende Basisfinanzierung.

Quelle: OTS

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