Hospiz in Steyr eröffnet: Acht neue Plätze für Schwerkranke

In Steyr wurde das Sankt Barbara Hospiz eröffnet. Nach einem Jahr Umbau bietet das denkmalgeschützte Gebäude acht stationäre und sechs Tageshospizplätze. Oberösterreich verfügt damit über 32 stationäre Hospizplätze an vier Standorten.
Das Sankt Barbara Hospiz hat in Steyr einen neuen Standort eröffnet. Das frühere Schwesternwohnheim wurde nach rund einem Jahr Bauzeit umgebaut und bietet schwerkranken Menschen in ihrer letzten Lebensphase Betreuung und Begleitung. Das denkmalgeschützte Gebäude umfasst 1.042 Quadratmeter inklusive Gartenanlage.
Die offizielle Eröffnung fand mit Landeshauptmann-Stellvertreterin Christine Haberlander, Eva Steiner, Geschäftsführerin der Sankt Barbara Hospiz GmbH, Tilman Königswieser, Vorsitzender der Geschäftsführung der OÖ Gesundheitsholding, sowie Vertretern der Trägerorganisationen statt.
Investition von 6,7 Millionen Euro
Das Gebäude diente ursprünglich als Schwesternwohnheim und wurde ab 2015 als Flüchtlingsunterkunft genutzt. Der Baubeginn für die Adaptierung erfolgte im März 2025. Insgesamt wurden 6,7 Millionen Euro in das Projekt investiert. Am Standort stehen nun acht Hospizplätze und sechs Tageshospizplätze zur Verfügung.
Mit den bestehenden Einrichtungen in Linz, Ried im Innkreis und Vöcklabruck gibt es in Oberösterreich derzeit 32 stationäre und 24 Tageshospizplätze. Ein weiterer Standort in Thalheim bei Wels soll im ersten Halbjahr 2027 eröffnet werden. Dann stehen insgesamt 40 stationäre und 30 Tageshospizplätze an fünf Standorten zur Verfügung.
Sieben Trägerorganisationen beteiligt
Die St. Barbara Hospiz GmbH wurde 2016 von den Elisabethinen Linz-Wien, dem OÖ Roten Kreuz, der Vinzenz Gruppe und den Barmherzigen Brüdern Linz gegründet. Seit Februar 2024 sind auch die OÖ Gesundheitsholding, die Kreuzschwestern Europa Mitte und die Franziskanerinnen von Vöcklabruck beteiligt. Das Unternehmen wird somit von sieben Organisationen aus dem oberösterreichischen Gesundheits- und Sozialwesen getragen.
„Es ist unsere Verantwortung, Menschen auch in ihrer letzten Lebensphase bestmöglich zu begleiten“, betonte Haberlander. Mit dem neuen Hospizstandort werde das Hospiznetz in Oberösterreich nachhaltig gestärkt und eine wohnortnahe Versorgung in einer sensiblen Lebensphase ermöglicht.
Multiprofessionelles Team mit 17 Mitarbeitern
Diana Andraschko leitet künftig den Standort. Sie ist diplomierte Gesundheits- und Krankenpflegerin und gehörte bisher zum Pflegeteam im Sankt Barbara Hospiz in Linz. Zusammen mit einem Team aus 17 Mitarbeitern verschiedener Berufsgruppen betreut sie Menschen in ihrer letzten Lebensphase.
Das Hospiz steht direkt neben dem Kindergarten des Pyhrn Eisenwurzen Klinikums. Die Palliativstation liegt schräg gegenüber. So können Hospiz und Palliativmedizin eng zusammenarbeiten.
„Hospizarbeit bedeutet, Menschen auf ihrem letzten Lebensweg in ihrer Einzigartigkeit wahrzunehmen und sie gemeinsam mit ihren An- und Zugehörigen bestmöglich zu begleiten“, sagte Steiner. Das neue Hospiz verbinde professionelle Pflege mit Menschlichkeit.
Königswieser erklärte, das Haus habe über viele Jahrzehnte Menschen Heimat und Schutz geboten. „Es freut mich sehr, dass es nun erneut einem wichtigen sozialen Zweck dient und schwer kranken Menschen einen geschützten Ort bietet“, so der Vorsitzende der Geschäftsführung der OÖ Gesundheitsholding.
Quelle: https://www.ooeg.at/service/presse/presseaussendungen/detail/eroeffnung-sankt-barbara-hospiz-steyr
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