HPV-Impfung schützt vor sechs Krebsarten

Zum WHO-Aktionstag am 17. November rückt die Weltgesundheitsorganisation ein ehrgeiziges Ziel in den Fokus: Gebärmutterhalskrebs soll weltweit eliminiert werden. Die HPV-Impfung bietet Schutz vor insgesamt sechs Krebserkrankungen.
Zu den wenigen Krebserkrankungen, die durch konsequente Prävention und Früherkennung weitgehend verhindert werden können, zählt Gebärmutterhalskrebs. Anlässlich des internationalen Aktionstags am 17. November macht die WHO auf ein erreichbares Ziel aufmerksam: Die Erkrankung soll als Krebsart weltweit eliminiert werden.
Impfung wirkt gegen mehrere Krebsarten
Fast alle Fälle von Gebärmutterhalskrebs gehen auf anhaltende Infektionen mit bestimmten Hochrisikotypen humaner Papillomviren zurück. HPV-Infektionen sind weit verbreitet und verlaufen häufig unbemerkt. Die meisten Infektionen klingen von selbst ab, doch anhaltende Infektionen können über Jahre zu Krebsvorstufen und schließlich zu Krebs führen.
Betroffen sind nicht nur der Gebärmutterhals, sondern auch Scheide, Schamlippen, Penis, Analbereich sowie Mund- und Rachenraum. Die HPV-Impfung bietet wirksamen Schutz vor diesen sechs Krebsarten.
In Österreich ist die Impfung für Mädchen, Frauen, Buben und Männer vom 9. bis zum 21. Geburtstag kostenlos verfügbar. Eine hohe Durchimpfungsrate ist Voraussetzung, um Gebärmutterhalskrebs langfristig zu eliminieren und das Risiko für die weiteren fünf Krebsarten zu senken.
Ziele bis 2030
Im August 2020 verabschiedete die WHO eine Resolution zur Beseitigung von Gebärmutterhalskrebs. 194 Länder, darunter Österreich, haben sich den zentralen Zielen bis 2030 angeschlossen: 90 Prozent der Mädchen sollen bis zum Alter von 15 Jahren vollständig gegen HPV geimpft sein. 70 Prozent der Frauen sollen bis zum Alter von 35 Jahren und erneut bis 45 Jahren mit einem hochwertigen HPV-Test untersucht werden.
„Die Eliminierung von Gebärmutterhalskrebs und die Risikoreduzierung für die Entstehung weiterer Krebsarten ist mehr als eine medizinische Vision. Sie ist ein konkretes gesundheitspolitisches Ziel“, appelliert Krebshilfe-Präsident Univ.-Prof. Dr. Paul Sevelda. Es gelte, die vorhandenen Möglichkeiten konsequent zu bewerben und zu nutzen.
Schloss Esterházy leuchtet in Petrol
Rund um den offiziellen Aktionstag werden weltweit Gebäude und Wahrzeichen in Petrol beleuchtet – der internationalen Bewusstseinsfarbe für Gebärmutterhalskrebs. Die Illuminierungen sollen Aufmerksamkeit schaffen und über Präventionsmöglichkeiten informieren.
Auf Initiative der Arbeitsgemeinschaft für gynäkologische Onkologie und der Österreichischen Krebshilfe wurden in den vergangenen Jahren das Wiener Riesenrad, der Grazer Uhrturm, das Ars Electronica Center in Linz, die Bergiselschanze in Innsbruck und Schloss Leopoldskron in Salzburg beleuchtet. Am 10. November 2026 setzt nun Schloss Esterházy in Eisenstadt diese Tradition fort.
„Mit der Beleuchtung von Schloss Esterházy in Petrol setzen wir gemeinsam mit mehr als 100 Wahrzeichen weltweit ein Zeichen der Solidarität und Hoffnung“, betont Barbara Wagner-Gmeiner, Prokuristin der Esterhazy Betriebe.
„Diese Beleuchtungsaktion steht für Aufmerksamkeit, Aufklärung, Solidarität und vor allem für eine Zukunft, in der keine Frau mehr an Gebärmutterhalskrebs erkrankt“, erläutert AGO-Präsidentin Univ-Prof. Dr. Nicole Concin.
„Der Gebärmutterhalskrebs sollte heute kein Schicksal mehr sein, denn wir haben die Möglichkeiten ihn zu verhindern“, so Krebshilfe Burgenland-Vizepräsidentin Dr. Edmira Bekto und HPV-Expertin Dr. Michaela Klein. Der Aktionstag mache darauf aufmerksam, wie wichtig es sei, bestehende Angebote zu nutzen.
Die Krebshilfe-Broschüre „HPV-Impfung gegen Krebs“ steht kostenfrei als Download oder Printversion zur Verfügung: https://www.krebshilfe.net/services/broschueren/broschuere/80
Quelle: OTS
Worüber spricht Eisenstadt morgen?
Kostenloses News Briefing aus deiner Region – jeden Morgen um 6 Uhr.
Mit der Anmeldung nimmst du die Datenschutzerklärung zur Kenntnis.