HTL Wiener Neustadt holt Sonderpreis bei Robotik-WM

RedaktionRedaktion

Bei der Robotik-Weltmeisterschaft in Berkeley holte das Team robo4you der HTL Wiener Neustadt den Judges Award. Fünf Schüler vertraten Österreich bei einem der anspruchsvollsten Wettbewerbe weltweit.

Von 12. bis 14. Juni fand an der University of California in Berkeley die Robotik-Weltmeisterschaft statt. Für Österreich gingen Stefan Bleier, Martin Lindner, Valentin Lindorfer, Sebastian Munkhbat und Nico Stolz vom Team robo4you der HTL Wiener Neustadt an den Start. Die Qualifikation hatten sich die Schüler bereits im Jänner bei einem internationalen Wettbewerb in Berlin gesichert.

Die VEX AI World Championship gilt als einer der schwierigsten Robotikwettbewerbe der Welt. Eine Besonderheit: Während der Wettkämpfe erfolgt keine manuelle Steuerung. Die Roboter treffen alle Entscheidungen eigenständig. Die Teams entwickeln dafür aufwendige Algorithmen, die Kameras, Sensoren, Bildverarbeitung und künstliche Intelligenz miteinander kombinieren.

Beim diesjährigen Spiel „Push Back“ standen sich zwei Teams mit je zwei vollautonomen Robotern gegenüber. Durch intelligente Strategien und geschickte Navigation sollten möglichst viele Punkte erzielt werden. Gefordert waren präzise Softwareentwicklung, verlässliche Sensorik und das Zusammenspiel mehrerer autonomer Systeme.

Improvisation unter schwierigen Bedingungen

Das österreichische Team stand während der Weltmeisterschaft vor Herausforderungen. Wegen knapper Hardware-Ressourcen und technischer Probleme mussten die Schüler immer wieder improvisieren und kreative Lösungen entwickeln.

„Es war meine erste WM und gleichzeitig mein erster Besuch in den USA. Ich war echt überwältigt davon, welche Chancen sich hier für junge Talente eröffnen. Zu sehen, was andere Teams entwickeln und wie viel Leidenschaft alle in ihre Projekte stecken, war eine unglaubliche Erfahrung. Das motiviert mich, selbst weiter an meinen Ideen zu arbeiten“, schildert Martin Lindner.

Der Judges Award zeichnet genau diese Haltung aus: den Willen, auch unter schwierigen Bedingungen weiterzumachen, Herausforderungen anzunehmen und gemeinsam im Team Lösungen zu erarbeiten. „Der Judges Award ist für uns eine ganz besondere Auszeichnung“, erklärt Michael Stifter, Leiter der Robotik-Gruppe. „Er zeigt, dass Erfolg nicht ausschließlich durch Ergebnisse definiert wird. Unsere Schülerinnen und Schüler haben trotz schwieriger Rahmenbedingungen nie aufgegeben und bis zuletzt mit vollem Einsatz gearbeitet.“

Quelle: https://noe.orf.at/stories/3358680/

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