Huber und Karl zu Sportlern des Jahres gekürt

Mathias FischerMathias Fischer
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Niederösterreich ehrte am Montagabend in der Campus Hall Krems seine erfolgreichsten Athletinnen und Athleten. Skirennläuferin Katharina Huber und Snowboarder Benjamin Karl erhielten die Auszeichnungen als Sportler des Jahres 2026, so der ORF.

In der Campus Hall Krems wurden am Montagabend die herausragenden Sportlerinnen und Sportler Niederösterreichs ausgezeichnet. Die Ehrungen würdigten Leistungen aus dem Jahr 2026, das von olympischen Erfolgen, historischen Meistertiteln und beeindruckenden Nachwuchsleistungen geprägt war.

Olympisches Gold für Katharina Huber

Katharina Huber wurde zur Sportlerin des Jahres gekürt. Die 31-jährige Skirennläuferin aus St. Georgen am Reith im Bezirk Amstetten holte bei den Olympischen Winterspielen gemeinsam mit Ariane Rädler die Goldmedaille in der Teamkombination.

„Ein großes Danke generell und an das Sportland Niederösterreich, das uns Sportler sehr gut unterstützt. Das ist sehr wichtig und dass ich jetzt auch Sportlerin des Jahres bin, ist eine sehr große Ehre für mich“, sagte Huber bei der Pokalübergabe. Danach kehrte sie zum Training für die kommende Weltcupsaison zurück. In der Endauswahl setzte sie sich gegen Marathonläuferin Julia Mayer und Bobpilotin Katrin Beierl durch.

Vierter Titel für Benjamin Karl

Benjamin Karl ist Niederösterreichs Sportler des Jahres 2026. Der Snowboarder aus Wilhelmsburg im Bezirk St. Pölten verteidigte bei den Olympischen Winterspielen in Mailand und Cortina seinen Olympiasieg im Parallel-Riesentorlauf von Peking 2022 und gewann erneut Gold.

„Ich hatte einen entscheidenden Vorteil, denn ich war der einzige Starter im Feld, der schon eine Goldmedaille im Sack gehabt hat. Man muss nur ein Mal Olympiasieger werden, dann ist das zweite Mal leichter“, scherzte Karl über seinen Erfolg. Snowboard-Crosser Jakob Dusek und Tennis-Ass Lucas Miedler, der im Vorjahr noch Platz eins belegt hatte, mussten sich geschlagen geben.

Handballmeister Bad Vöslau als Mannschaft geehrt

Die Auszeichnung als Mannschaft des Jahres ging an den Handballmeister Bad Vöslau. Die „Jags“ krönten eine außergewöhnliche Saison mit dem ersten Titel in der Handball Liga Austria. Das Team gewann die Finalserie ohne Niederlage und verbuchte insgesamt 14 Siege in Folge.

Für das Team um Trainer Sebastia Salvat war die Ehrung eine Premiere. Auf den Plätzen zwei und drei folgten die Frauen-Handballmeisterinnen Hypo Niederösterreich und die Frauen-Basketball-Meisterinnen Duchess Klosterneuburg.

Veronika Aigner dominiert Parasport-Kategorie

Als Parasportlerin des Jahres wurde zum dritten Mal in Folge Veronika Aigner ausgezeichnet. Die Para-Skirennläuferin aus Gloggnitz im Bezirk Neunkirchen holte vier olympische Goldmedaillen und eine in Silber. Para-Schwimmer Andreas Ernhofer und ihr Bruder Johannes Aigner landeten dahinter.

„Mein Trophäenkasten füllt sich immer mehr, aber ich will trotzdem weiter an mir arbeiten. In diesem Winter mache ich mal Pause und genieße die Weihnachtszeit. Nächstes Jahr will ich noch stärker zurückkommen“, betonte Aigner.

Als Nachwuchssportlerin des Jahres wurde die Tischtennisspielerin Nina Skerbinz geehrt. Die 16-Jährige aus Markgrafneusiedl im Bezirk Gänserndorf holte heuer ihren ersten Staatsmeistertitel in der allgemeinen Klasse.

Werner Gratzer ist „Sportheld des Jahres“

Der per Publikumsvoting vergebene Preis „Sportheld des Jahres“ ging an Werner Gratzer vom Fußballklub SV Sooß. Der ehrenamtliche U12-Nachwuchstrainer investiert viel Zeit und Leidenschaft in die Jugendarbeit des Vereins.

„Herzlichen Dank an alle! Ich habe lange gebraucht, um herauszufinden, wer mich nominiert hat. Hätte sich meine Tochter nicht selbst verraten, wäre ich nie darauf gekommen“, freute sich Gratzer über die Wertschätzung.

Jürgen Melzer als Sportlegende geehrt

Tennisikone Jürgen Melzer erhielt die Auszeichnung als „Sportlegende des Jahres“. Österreichs Davis-Cup-Kapitän wurde für sein Lebenswerk als ehemaliger Weltklassespieler mit unter anderem drei Grand Slam-Titeln im Doppel und Mixed sowie fünf Turniersiegen im Einzel geehrt. Der Deutsch-Wagramer aus dem Bezirk Gänserndorf verewigte sich mit seinen Handabdrücken auf einer Legendenplatte, die künftig im Zugangsbereich des Sportzentrums Niederösterreich verlegt wird.

„Eine tolle Auszeichnung und ich bin sehr dankbar, dass auch ich in St. Pölten an der Wand hängen darf. Das zeigt, dass ich in meiner Karriere doch den einen oder anderen Erfolg feiern durfte. Dort dabei zu sein, ist etwas Besonderes“, so Melzer.

Der für Sport zuständige Landeshauptfrau-Stellvertreter Udo Landbauer (FPÖ) gratulierte den Siegerinnen und Siegern. „Unsere Sportstars haben in den vergangenen Monaten auf den größten Bühnen des Sports ihre Weltklasse unter Beweis gestellt und ganz Niederösterreich mit Stolz erfüllt. Diese großartigen Erfolge in den unterschiedlichsten Disziplinen zeigen eindrucksvoll die sportliche Vielfalt und Qualität unseres Bundeslandes“, würdigte Landbauer die Leistungen.

Quelle: https://noe.orf.at/stories/3375899/

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