Huppert als Vampirin: Skurrile Komödie in Wien

Mona HopfingerMona Hopfinger
Graf Dracula hält Artischocke vor Spiegel mit Burg Schönbrunn, Wien
© Mit KI (Gemini) generiert

Isabelle Huppert jagt als blutsaugende Gräfin durch Wien und kämpft gegen den Untergang ihrer Vampirfamilie.

In „Die Blutgräfin“ verkörpert Isabelle Huppert eine Vampirin, die in Wien versucht, ihre Dynastie vor dem Verfall zu bewahren. Die 84-jährige Berliner Regisseurin Ulrike Ottinger („Freak Orlando“, „Bildnis einer Trinkerin“) arbeitete für das Projekt mit der österreichischen Literaturnobelpreisträgerin Elfriede Jelinek zusammen.

Der Film besticht durch prachtvolle Kostüme und Szenenbilder. Zur Besetzung zählen einige der bekanntesten Schauspieler des deutschsprachigen Raums.

Prominente Besetzung mit Eidinger und Minichmayr

Lars Eidinger übernimmt die Rolle des Therapeuten Theobald Tandem. Birgit Minichmayr („Everytime“, „Alle anderen“) gibt die Zofe, die ihre Herrin als „Mon petit Würgeschatzerl“ anhimmelt. Thomas Schubert („Roter Himmel“) verkörpert den Außenseiter der Familie: einen vegetarischen Vampir namens Rudi Bubi Baron von Strudl zur Buchtelau. Auch Tom Neuwirth (alias Conchita Wurst) ist mehrfach zu sehen.

Die Komödie feierte ihre Weltpremiere bei der Berlinale heuer. Als Vorlage dient eine Legende: Die ungarische Gräfin Elisabeth Báthory soll um 1600 zahlreiche Mädchen getötet haben, um deren Blut zu trinken und dadurch ewig jung zu bleiben.

Die Dialoge entstanden in Zusammenarbeit mit Jelinek. Die Idee zum Drehbuch habe sie bereits 1998 gehabt, erklärte Ottinger im Februar in Berlin. Der Film sei teils witzig, teils sehr absurd und merkwürdig – insgesamt auch eine Auseinandersetzung mit Wien und Österreich.

Eidinger hatte ursprünglich auf eine andere Rolle gehofft. Er habe erwartet, selbst einen Vampir zu spielen, dann aber das Drehbuch mit der Therapeutenrolle erhalten, sagte er bei der Berlinale. Wegen Ottinger habe er dennoch zugesagt – es sei selten, jemanden zu treffen, der eine Punk-Haltung so verkörpere wie sie.

Quelle: dpa

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