IMC Krems entwickelt Lösungen für virtuelle Teamarbeit

Mathias FischerMathias Fischer
Besprechung im Büro mit fünf Personen am Tisch, Laptops und Getränke
© IMC Krems

Die Fachhochschule IMC Krems arbeitet als wissenschaftlicher Partner am EU-Projekt DIMODI mit. Ziel ist es, kleine und mittlere Unternehmen bei der Bewältigung von Distanz in virtuellen Teams zu unterstützen. Bis Dezember 2028 entstehen digitale Tools und Weiterbildungsangebote.

Die IMC Krems ist Teil eines internationalen Forschungsprojekts, das praxisnahe Lösungen für virtuelle und hybride Zusammenarbeit in kleinen und mittleren Unternehmen entwickelt. Das Projekt DIMODI – Dimensions of Distance in Remote, Virtual Collaborations – wird von der Europäischen Union im Rahmen von Erasmus+ gefördert und läuft von Dezember 2025 bis Dezember 2028.

Räumliche Trennung ist nur eine von mehreren Herausforderungen für Teams, die auf Distanz arbeiten. Fehlendes gemeinsames Verständnis, erschwerte soziale Beziehungen, unklare Arbeitsabläufe oder nachlassende Einbindung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern wirken sich oft stärker auf den Arbeitsalltag aus als die räumliche Distanz selbst. Das Projekt erfasst systematisch vier Distanzdimensionen: kognitive, sozial-relationale, operationale und engagementbezogene Distanz.

Wissenschaftliche Basis aus Krems

Das IMC Krems verantwortet im internationalen Konsortium das Arbeitspaket „Needs and Knowledge Analysis“. Das Forschungsteam entwickelt gemeinsam mit den Projektpartnern ein empirisch fundiertes Modell der vier Distanzdimensionen. Dafür werden aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse mit den Erfahrungen von Beschäftigten, Führungskräften und Expertinnen und Experten aus KMU zusammengeführt.

Darüber hinaus entstehen ein umfassender Kompetenzbericht sowie der DIMODI-Praxisleitfaden, der Unternehmen konkrete Handlungsempfehlungen für Führung, Teamarbeit und Personalentwicklung bietet. Ein digitales Feedback-Tool und flexible Micro-Credential-Kurse für die berufliche Weiterbildung ergänzen die Projektergebnisse.

„Erfolgreiche Zusammenarbeit auf Distanz ist keine rein technische Frage. Entscheidend ist, ob Mitarbeiter*innen ein gemeinsames Verständnis entwickeln, tragfähige Beziehungen aufbauen, ihre Arbeit koordinieren und sich weiterhin als aktiver Teil des Teams erleben“, betont Prof. (FH) Dipl. Verwaltungsw. (FH) Sylvia Rohlfer, PhD, M.A., Projektleiterin und Professorin am IMC Krems. DIMODI verbinde wissenschaftliche Erkenntnisse mit den konkreten Erfahrungen von KMU und schaffe damit eine fundierte Grundlage für nachhaltige virtuelle Zusammenarbeit.

Erstes Partnertreffen in Dänemark

Beim ersten persönlichen Treffen aller Projektpartner in Dänemark wurden die fachlichen Grundlagen für die weitere Zusammenarbeit geschaffen. Die Beteiligten entwickelten ein einheitliches Verständnis der vier Distanzdimensionen und schärften deren Abgrenzung. Damit entstand ein verbindlicher konzeptioneller Rahmen für die Analyse von bereits 40 durchgeführten Interviews zu den Erfahrungen mit virtueller und hybrider Zusammenarbeit.

Die nächsten Arbeitsschritte wurden ebenfalls definiert: die Auswertung der Interviewdaten, die Fertigstellung des Baseline-Reports sowie die Zuordnung konkreter individueller und teambezogener Kompetenzen zu den einzelnen Distanzdimensionen. Diese Ergebnisse bilden die Grundlage für die Entwicklung des digitalen Feedback-Tools und der praxisnahen Lernangebote.

Internationale Kooperation

Das Konsortium wird von der University of Southern Denmark koordiniert. Weitere Partner sind die CUNEF Universidad in Spanien, die Helmut-Schmidt-Universität der Bundeswehr Hamburg in Deutschland sowie die Praxisorganisation Work-Live-Stay Southern Denmark.

DIMODI unterstützt KMU dabei, unterschiedliche Formen erlebter Distanz innerhalb von Teams sichtbar zu machen und gezielt zu reflektieren. Die modularen Micro-Credentials ermöglichen Erwachsenen, genau jene Kompetenzen weiterzuentwickeln, die sie für eine wirksame, inklusive und nachhaltige Zusammenarbeit auf Distanz benötigen. Die Lernangebote sind flexibel, praxisorientiert und auf unterschiedliche Arbeits- und Lernsituationen zugeschnitten.

Quelle: https://www.imc.ac.at/ueber-uns/medien-presse/news/detail/erfolgreiche-zusammenarbeit-auf-distanz

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