IMC Krems leitet EU-Projekt zu Social Entrepreneurship

Die Fachhochschule IMC Krems koordiniert ein neues Erasmus+-Projekt, das Social Entrepreneurship in der Ergotherapie-Ausbildung verankern soll. Hochschulen aus fünf Ländern entwickeln gemeinsam ein Lehrmodul.
Am IMC Krems ist im Oktober 2026 das Erasmus+-Projekt SO-OT (Social Entrepreneurship in Occupational Therapy Education) gestartet. Gemeinsam mit Partnerhochschulen aus Albanien, Finnland, Rumänien und Spanien entwickelt die niederösterreichische Fachhochschule ein Lehrmodul, das angehenden Ergotherapeutinnen und Ergotherapeuten unternehmerische Kompetenzen vermitteln soll. Das Projekt läuft bis August 2029.
Der Start fällt auf den Welt-Ergotherapie-Tag am 27. Oktober, der heuer unter dem Motto „Participation Matters“ steht. Damit rückt die gesellschaftliche Rolle der Ergotherapie in den Mittelpunkt.
Unternehmerisches Denken für soziale Lösungen
Ergotherapeutinnen und Ergotherapeuten entwickeln in ihrer Arbeit oft innovative Ansätze, um Menschen Teilhabe und Selbstbestimmung im Alltag zu ermöglichen. Was häufig fehle, seien strukturierte Kompetenzen, um daraus langfristig tragfähige Lösungen zu machen, heißt es vom IMC Krems.
„Ergotherapeut*innen bringen bereits viele Fähigkeiten mit, die für soziale Innovation entscheidend sind: Sie arbeiten lösungsorientiert, entwickeln gemeinsam mit Menschen und Gemeinschaften passende Angebote und orientieren sich an konkreten Bedürfnissen“, erklärt Barbara Prinz-Buchberger, Projektleiterin und Studiengangsleiterin Ergotherapie am IMC Krems. Mit SO-OT solle unternehmerisches Denken sowie Wissen über nachhaltige Umsetzung und Finanzierung ergänzt werden.
Bedarfserhebung und Teach-the-Teacher-Programm
Zunächst werden Bedarfe, Kompetenzen und Best-Practice-Beispiele aus Ergotherapie und Social Entrepreneurship in den beteiligten Ländern erhoben. Anschließend bereitet ein Teach-the-Teacher-Programm Lehrende auf die Vermittlung der Inhalte vor.
Das Modul wird mit Studierenden getestet, evaluiert und weiterentwickelt. Nach Projektende soll es als frei zugängliche Ressource auch anderen europäischen Hochschulen zur Verfügung stehen und perspektivisch auf weitere Gesundheits- und Sozialberufe übertragbar sein.
„Unser Ziel ist ein praxisnahes und wissenschaftlich fundiertes Modell, das über die Projektlaufzeit hinaus genutzt werden kann“, so Prinz-Buchberger. Künftige Ergotherapeutinnen und Ergotherapeuten sollen damit aus gesellschaftlichen Herausforderungen nachhaltige Lösungen entwickeln können.
Fünfköpfiges Team aus Krems
Am IMC Krems arbeitet ein fünfköpfiges Team am internationalen Projekt: Barbara Prinz-Buchberger, Barbara Bachmann, Hannes Außermaier, Christine Spevak und Tanja Ihden.
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