Immobilienmarkt wächst um 22,3 Prozent im ersten Halbjahr

Der österreichische Immobilienmarkt verzeichnet im ersten Halbjahr 2026 ein deutliches Wachstum. Mit 66.591 Verbücherungen wurde ein Anstieg von 22,3 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum erreicht, wie aus dem aktuellen Remax-ImmoSpiegel hervorgeht.
Der österreichische Immobilienmarkt hat sich im ersten Halbjahr 2026 deutlich erholt. Laut dem aktuellen Remax-ImmoSpiegel ist die schwierige Phase seit 2023 beendet. Die Zahl der Verbücherungen stieg auf 66.591 – ein Plus von 22,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum und 6,1 Prozent über dem Zehnjahresschnitt. Zum Rekordjahr 2021 fehlen allerdings noch 13,1 Prozent oder 9.998 Kaufakte.
Beim Umsatz wurde im ersten Halbjahr ein Volumen von 19,59 Milliarden Euro erreicht. Das entspricht einem Zuwachs von 27,9 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Dieser Wert liegt nominell nahezu auf dem Niveau des ersten Halbjahres 2021 (19,61 Mrd. Euro). Ohne Inflationsbereinigung übertrifft der Umsatz den Zehnjahresvergleich um 21 Prozent. Insgesamt war es das drittbeste Halbjahr nach 2021 und dem Rekordjahr 2022.
Steiermark führt beim Transaktionswachstum
Die Steiermark verzeichnete mit einem Plus von 29,4 Prozent den stärksten prozentuellen Anstieg bei den Transaktionen. Tirol folgte mit 29 Prozent Zuwachs, wobei das Bundesland laut Remax von einer schwachen Ausgangsbasis im Jahr 2025 profitierte. Vorarlberg legte um 28,1 Prozent zu, Oberösterreich um 25,8 Prozent.
Niederösterreich verzeichnete mit 2.587 zusätzlichen Transaktionen (22,7 Prozent) den größten absoluten Zuwachs. Mit deutlichem Abstand folgten Salzburg (18,9 Prozent), Kärnten (17,8 Prozent), das Burgenland (17,6 Prozent) und Wien als zweitgrößter Markt mit 12,9 Prozent.
Mehrere Faktoren beflügeln den Markt
Bernhard Reikersdorfer, Managing Director von Remax Austria, zeigte sich zuversichtlich: „Dass die Immobilienmarkttrendsetter Vorarlberg und Wien so gut unterwegs sind, und auch das Schwergewicht im Westen, Tirol, sich mit einer enormen Zuwachsrate wieder zurückmeldet, lässt ungeachtet aller realpolitischen Entwicklungen weiterhin zuversichtlich in die Zukunft blicken“, so Reikersdorfer.
Als Gründe für den Aufschwung nannte er das Auslaufen der temporären Gebührenbefreiungen für die meisten privaten Grundbuchseintragungen mit Mitte 2026, die Gewöhnung an das Zinsniveau und die Inflation sowie Nachholeffekte.
Quelle: APA
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