Industrie fordert Verzicht auf Lkw-Maut im Burgenland

Mathias FischerMathias Fischer
LKW mit Frachtcontainern an Mautstation mit steigendem Pfeil und Euro-Münzen
© Mit KI (Gemini) generiert

Die Wirtschaftskammer Österreich begrüßt die vom burgenländischen Landeshauptmann angekündigten Gespräche zur geplanten Lkw-Maut auf Landesstraßen. Die Bundessparte Industrie verlangt jedoch eine Lösung ohne zusätzliche Kostenbelastung für Betriebe.

Sigi Menz, Obmann der Sparte Industrie der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), wertet die angekündigten politischen Gespräche als wichtiges Signal. „Dass noch einmal miteinander gesprochen wird, ist richtig und notwendig“, erklärt er. Die Erwartung sei aber klar: „Am Ende muss eine Lösung stehen, die die Betriebe nicht zusätzlich belastet und die Preise nicht weiter nach oben treibt.“

Logistikkosten treffen gesamte Wertschöpfungskette

Zusätzliche Kosten im Güterverkehr würden nicht nur die Transportbranche treffen, betont die Industrie. Eine leistungsfähige Logistik sei unverzichtbar für die Wertschöpfung: Rohstoffe und Vorprodukte müssten zu Produktionsstandorten, Komponenten zwischen Betrieben und fertige Produkte zu Kunden und Märkten transportiert werden.

„Wer Transporte verteuert, verteuert damit auch industrielle Produktion“, warnt Menz. Angesichts des hohen internationalen Kosten- und Wettbewerbsdrucks wäre eine zusätzliche Belastung das falsche Signal.

Ablehnung der Maut bleibt aufrecht

Die Industrie lehnt die geplante Lkw-Maut auf burgenländischen Landesstraßen weiterhin ab. Die angekündigten Gespräche müssten nun genutzt werden, um eine vernünftige Lösung zu finden. „Es braucht eine Lösung, die den Wirtschaftsstandort nicht mit neuen Kosten belastet“, so Menz abschließend.

Quelle: OTS

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