Infokampagne für Donaubrücke Mautern gestartet

In Niederösterreich ist eine umfassende Bürgerinformationskampagne zur Sanierung der Donaubrücke Stein-Mautern angelaufen. Eine neue Projektwebsite soll maximale Transparenz über das Jahrhundertprojekt schaffen, so der ORF.
Das Land Niederösterreich hat eine breit angelegte Informationskampagne zur geplanten Sanierung der Donaubrücke Stein-Mautern ins Leben gerufen. Verkehrslandesrat Udo Landbauer (FPÖ) kündigte an, die Bevölkerung von Beginn an einzubinden. Anrainer, Landwirte und Betriebe sollen stets darüber informiert sein, welche Arbeitsschritte aktuell laufen und was als Nächstes geplant ist.
Über eine neu eingerichtete Projektwebsite können sich Bürgerinnen und Bürger ab sofort über den aktuellen Projektstand und den Bauzeitplan informieren. Zusätzlich steht ein Video zu den geplanten Arbeiten und Maßnahmen zur Verfügung. Die Plattform bietet auch einen Fragenkatalog, eine Ombudsstelle für persönliche Anliegen sowie einen Newsletter.
Historischer Grauton wird wiederhergestellt
Auf der Website wird auch eine zentrale Frage zum künftigen Aussehen der historischen Donauquerung beantwortet: Nach der Sanierung soll die Brücke wieder in ihrem ursprünglichen, historischen Grauton erstrahlen. Diese Entscheidung sei nach wissenschaftlichen Untersuchungen und in Abstimmung mit dem Bundesdenkmalamt getroffen worden.
Landbauer betonte, niemand solle im Unklaren bleiben. Neben der digitalen Information soll die Kampagne auch offline wirken: Alle Haushalte der umliegenden Gemeinden erhalten eine umfassende Bürgerinformation per Post.
Langwierige Kontroversen um Sanierung
Die Sanierung der Donaubrücke Mautern ist seit Langem Gegenstand von Diskussionen. Der Kremser SPÖ-Bürgermeister Peter Molnar hatte Landbauer vorgeworfen, den rechtzeitigen Bau einer Ersatzbrücke zugunsten anderer Vorhaben verhindert zu haben. Landbauer wies die Vorwürfe zurück.
Die Ersatzbrücke ist erforderlich, um die marode Donaubrücke sanieren zu können. Ihr Bau ist für 2027 vorgesehen. Die Donaubrücke selbst ist seit Mitte Mai 2026 wegen sicherheitstechnischer Schäden für Pkw und Lkw gesperrt. Die Teilsperre soll mindestens bis Herbst 2028 bestehen bleiben. Noch im selben Jahr sollen die Sanierungsarbeiten beginnen. Das Gesamtprojekt ist mit rund 145 Millionen Euro veranschlagt.