Infomessen zur Netzverstärkung Ost ab 14. September

Austrian Power Grid und Netz Burgenland laden ab Mitte September zu zwölf Bürger-Infomessen in Niederösterreich und im Burgenland. Dabei wird über das größte Strominfrastruktur-Vorhaben der Region informiert.
Von 14. September bis 1. Oktober 2026 veranstalten die Austrian Power Grid (APG) und die Netz Burgenland GmbH (NEB) zwölf Informationsmessen in Gemeinden im östlichen Niederösterreich und nördlichen Burgenland. Bürgerinnen und Bürger, Anrainer sowie Stakeholder können sich dabei über den aktuellen Planungsstand der Netzverstärkung Ost informieren. Gezeigt werden die geplante Einreichtrasse sowie vorgesehene Maststandorte.
Expertinnen und Experten aus den Bereichen Umwelt, Recht und Technik stehen für persönliche Gespräche zur Verfügung. In einigen Gemeinden informieren parallel auch Netz Niederösterreich und die Wiener Netze über ihre aktuellen Vorhaben. Rund 38.000 Haushalte in der Region wurden per Postwurf eingeladen.
Ausbau der Strominfrastruktur im Osten
Mit dem Projekt bauen APG und Netz Burgenland die 380-kV- und 110-kV-Netzinfrastruktur aus. Ziel ist eine leistungsfähige und verlässliche Stromversorgung im Osten Niederösterreichs und im nördlichen Burgenland. Das Vorhaben soll den wachsenden Energiebedarf von Gesellschaft, Wirtschaft und Industrie decken und die Region langfristig als Lebens- und Wirtschaftsstandort sichern.
Die Einreichung zur Umweltverträglichkeitsprüfung ist für Ende 2027 vorgesehen, der Baustart ab 2030 geplant. Zusätzlich planen die Verteilnetzbetreiber Netz Niederösterreich und Wiener Netze in dieser Region, ihre Stromnetze zu verstärken sowie Umspannwerke aus- und umzubauen.
Termine in vier Bezirken
Die Infomessen finden in den Bezirken Mödling, Baden, Bruck an der Leitha und Neusiedl statt. Neben den öffentlichen Veranstaltungen läuft ein strukturierter Informationsprozess mit Gemeinden, Grundeigentümern und anderen Stakeholdern.
Termine im Überblick:
- 14. September 2026, 16.30–19.30 Uhr: Nickelsdorf, Volksschule – Turnsaal
- 15. September 2026, 16.30–19.30 Uhr: Neusiedl am See, Weinwerk Burgenland
- 16. September 2026, 16.30–19.30 Uhr: Parndorf, Parndorfer Hof – Gasthof Patzolt
- 17. September 2026, 16.30–19.30 Uhr: Bruck an der Leitha, Stadthalle
- 21. September 2026, 16.30–19.30 Uhr: Münchendorf, Pfarrzentrum/Stadel (mit Netz NÖ und den Wiener Netzen)
- 22. September 2026, 16.30–19.30 Uhr: Trumau, Veranstaltungszentrum (mit Netz NÖ und den Wiener Netzen)
- 23. September 2026, 16.30–19.30 Uhr: Himberg, Volkshaus (mit Netz NÖ und den Wiener Netzen)
- 24. September 2026, 16.30–19.30 Uhr: Moosbrunn, Festsaal (mit Netz NÖ und den Wiener Netzen)
- 28. September 2026, 16.30–19.30 Uhr: Ebergassing, Volksheim
- 29. September 2026, 17.00–20.00 Uhr: Trautmannsdorf, Mehrzweckhalle
- 30. September 2026, 16.30–19.30 Uhr: Götzendorf an der Leitha, Gemeindesaal
- 1. Oktober 2026, 16.30–19.30 Uhr: Gramatneusiedl, Gemeindezentrum
Weitere Details und genaue Adressen sind auf www.netzverstaerkung-ost.at zu finden.
Umfang des Projekts
Die Netzverstärkung Ost umfasst sowohl die Demontage und den Neubau von Freileitungen als auch den Neu- und Ausbau von Umspannwerken. Insgesamt steht dem Neubau von rund 75 Kilometern ein Rückbau von etwa 70 Kilometern gegenüber. Auf 16 Kilometern der Bestandsleitung wird ein leistungsfähigeres Carbonseil aufgelegt.
Die bestehende 220-kV-Leitung der APG vom Umspannwerk Wien Südost bis zur Staatsgrenze wird komplett demontiert. Im Fokus steht das Weiternutzen bestehender Trassen durch leistungsfähigere, neue Technologien.
Neue Netzverbindungen und Umspannwerke
Die bestehende 380-kV-Leitung zwischen dem Umspannwerk Wien Südost und dem Umspannwerk Sarasdorf wird südöstlich von Himberg auf einer Länge von rund drei Kilometern rückgebaut. Durch neue Leitungen entsteht ein leistungsfähiges Leitungsdreieck zwischen den Umspannwerken Wien Südost, Sarasdorf und Trumau, welches die Netzstabilität erhöht und das Umspannwerk Wien Südost entlastet.
Vom bestehenden Umspannwerk Sarasdorf in Richtung Osten wird über das neue Umspannwerk in Parndorf bis auf Höhe des Umspannwerks Zurndorf eine neue 4-systemige Leitung errichtet. Ein zentrales Element ist der Neubau des Umspannwerks Parndorf. Dieses soll die Versorgungssicherheit der Region auch bei zukünftig weiter steigendem Strombedarf gewährleisten und die umfassendere Einspeisung von erneuerbarer Energie ermöglichen.
Nutzen für die Region
Das Projekt soll die Anbindung der erneuerbaren Energien im Osten Österreichs verbessern, insbesondere von Photovoltaik-Anlagen und Windkraft. Zudem wird eine allgemeine Erhöhung der Netz- und Systemsicherheit im Osten Österreichs angestrebt. Das bestehende Stromnetz in Niederösterreich und dem Burgenland soll entlastet werden.
Die Netzverstärkung umfasst eine 380-kV-Verstärkung durch Aus- und Neubau der Höchstspannungsebene im APG-Übertragungsnetz sowie den Ausbau und die Abstützung des 110-kV-Netzes der Netz Burgenland.
Quelle: OTS
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