Insolvenzen in Oberösterreich stark gestiegen

In Oberösterreich haben im ersten Halbjahr 401 Unternehmen Insolvenz angemeldet – das entspricht einem Anstieg von knapp vier Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Noch deutlicher fällt der Zuwachs bei Privatinsolvenzen aus, so der ORF.
Das Bundesland verzeichnet damit eine gegenläufige Entwicklung zum österreichweiten Trend, wo die Zahl der Unternehmensinsolvenzen leicht zurückgegangen ist. In Oberösterreich mussten hingegen mehr Betriebe Konkurs anmelden als in der ersten Jahreshälfte 2025.
Privatpleiten mit massivem Plus
Besonders stark ist der Anstieg bei den Privatinsolvenzen: Hier wurden 836 Fälle registriert, was einem Plus von 15 Prozent entspricht. Damit gehört Oberösterreich zu den Bundesländern mit den höchsten Zuwachsraten. Lediglich das Burgenland weist einen noch stärkeren Anstieg auf.
Hohe Kosten belasten Betriebe und Haushalte
Laut Creditreform steht die Wirtschaft weiterhin unter erheblichem Druck. Viele Betriebe haben mit hohen Personal- und Energiekosten sowie schwacher Nachfrage zu kämpfen. Besonders angespannt ist die Situation im Bauwesen.
Bei den Privathaushalten machen sich vor allem gestiegene Wohn- und Energiekosten sowie höhere Kreditkosten bemerkbar, die die Haushaltsbudgets stark belasten, so der Gläubigerschutzverband.
Für die zweite Jahreshälfte erwartet Creditreform sowohl bei Unternehmens- als auch bei Privatinsolvenzen ein anhaltend hohes Niveau.