Integrativer Betrieb in Kärnten setzt auf Vielfalt

In Kärnten betreibt ABC Auftragsfertigung einen von acht integrativen Betrieben in Österreich. An drei Standorten werden Aufträge für Kunden aus verschiedenen Branchen umgesetzt, mindestens 60 Prozent der Beschäftigten haben eine Behinderung, so der ORF.
Das Unternehmen ABC Auftragsfertigung arbeitet als Auftragsfertiger ohne Eigenprodukte und stellt ausschließlich nach Kundenwünschen her. Prokurist Johann Schmiedmeier erklärt, dass die Vielfalt der Aufträge entscheidend sei.
Breites Kundenspektrum sichert Arbeitsplätze
Um eine konstante Auslastung und damit sichere Arbeitsplätze zu gewährleisten, setzt das Unternehmen auf einen breiten Kundenmix aus unterschiedlichen Branchen. Im Kunststoffbereich wird hauptsächlich für die Halbleiterindustrie produziert. Dabei entstehen Bauteile für die Herstellung von Computerchips, die später in Mobiltelefonen oder Küchengeräten zum Einsatz kommen.
Kollektivvertragliche Bezahlung
Als integrativer Betrieb muss das Unternehmen mindestens 60 Prozent der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit Behinderung beschäftigen. Dabei kann es sich um körperliche oder psychische Beeinträchtigungen handeln. Geschäftsführer Thomas Höbart betont, dass alle Beschäftigten nach dem Kollektivvertrag der Metallindustrie entlohnt werden. Dadurch sei ein selbstbestimmtes Leben aus finanzieller Sicht möglich.
Förderung ohne Wettbewerbsverzerrung
Das Land Kärnten und das Sozialministerium unterstützen den Betrieb finanziell. Gefördert werden jedoch ausschließlich behinderungsbedingte Mehrkosten, um keine Wettbewerbsverzerrung zu verursachen. Regelmäßig schreibt das Unternehmen Lehrstellen aus, die sich gezielt an Menschen mit Behinderung richten.
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