INTERREG-Projekt „Royal Traces“ nimmt in Lanzenkirchen Gestalt an

Mathias FischerMathias Fischer
Gruppe von Personen vor einem Gebäude mit Interreg-Fahnen in Österreich
© Hübl

In Lanzenkirchen fand das Partnertreffen des grenzüberschreitenden INTERREG-Projekts „Royal Traces“ statt. Das Vorhaben widmet sich dem kulturellen Erbe bedeutender Adelsfamilien der niederösterreichisch-slowakischen Grenzregion.

Am 24. September trafen sich die Partner des INTERREG-Projekts „Royal Traces“ in Lanzenkirchen. Das länderübergreifende Vorhaben zielt darauf ab, das kulturelle Erbe der Adelsgeschlechter Liechtenstein, Pálffy, Bourbon und Esterházy in der niederösterreichisch-slowakischen Grenzregion auf ein neues Qualitätsniveau zu heben. Die grenzüberschreitende Zusammenarbeit in Kultur, Musik und Tourismus soll die Region langfristig und nachhaltig entwickeln. Lanzenkirchen trägt mit der Geschichte der Bourbonen zum Projekt bei.

Projekt verläuft planmäßig

Das Projekt liegt insgesamt im Zeitplan. Bei den österreichischen Partnern, der Gemeinde Wilfersdorf und der Marktgemeinde Lanzenkirchen, läuft die Umsetzung planmäßig. Ein zentrales Ziel ist die Positionierung der ROYAL TRACES Kulturroute als vom Europarat zertifizierte Kulturroute von europäischer Bedeutung.

In Lanzenkirchen nimmt das Vorhaben bereits konkrete Formen an. Im Untergeschoss der Gemeinderäumlichkeiten soll ein historischer Treffpunkt entstehen, der die Geschichte der Bourbonen erlebbar macht. Der Bourbonensaal wurde bereits am 24. August eröffnet und markierte den Startschuss des Projekts. Für die Eröffnung des Bourbonenzentrums steht ein konkreter Termin in Aussicht: 22. Mai 2027.

Historisches Gemälde kehrt zurück

Bürgermeister Bernhard Karnthaler zeigte sich erfreut: „Jetzt kann es nicht mehr lange dauern, bald können wir die Geschichte des Grafen von Chambord noch sichtbarer machen. Er ist außerdem wieder zuhause: Dank unseres Historikers Günter Fuhrmann haben wir ein echtes Gemälde des Grafen wieder in unserem Besitz.“

Historiker Günter Fuhrmann gelang es, ein Porträt von Henri d'Artois, dem Grafen von Chambord, zu ersteigern. Bei dem nach Lanzenkirchen gebrachten Werk handelt es sich um eine zeitgenössische Fassung, die einst von Frankreich nach Schloss Frohsdorf geschickt wurde. Das monumentale, vier Meter große Original des Gemäldes hängt bis heute im berühmten französischen Schloss Chambord. Mit der Rückkehr dieses Bildes schließt sich für die Bourbonen-Geschichte in Frohsdorf ein historischer Kreis.

Detailplanung steht bevor

Mit dem Partnertreffen ist der nächste Projektabschnitt eingeläutet. In den kommenden Monaten stehen die Detailplanung und Umsetzung des historischen Treffpunkts im Untergeschoss der Gemeinderäumlichkeiten im Vordergrund.

Quelle: https://www.lanzenkirchen.gv.at/INTERREG-Partnertreffen_in_Lanzenkirchen

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