Israel gedenkt der Opfer des Hamas-Angriffs vom 7. Oktober

Drei Jahre nach dem Überfall der Hamas auf Israel haben die Menschen im Land der Opfer gedacht. Bei einer Schweigeminute am Gedenkort des Nova-Musikfestivals neigten Angehörige um 06.29 Uhr ihre Köpfe – genau zu jener Uhrzeit, als die Massaker begannen.
Am Mittwoch jährte sich der Hamas-Überfall auf Israel zum dritten Mal. Beim ehemaligen Gelände des Nova-Musikfestivals nahe des Kibbuz Reim versammelten sich Angehörige und hielten eine Schweigeminute ab. Umgeben von Porträts ihrer getöteten Familienmitglieder und Freunde gedachten sie der Opfer.
Während der Gedenkfeiern setzte Israel seine militärischen Operationen im Gazastreifen fort. Journalisten der Nachrichtenagentur AFP berichteten von lauten Knallgeräuschen, die vom Palästinensergebiet herüberdrangen. Das Al-Shifa-Krankenhaus in der Stadt Gaza meldete, dass bei nächtlichen israelischen Luftangriffen zwei Menschen ums Leben gekommen seien.
Mehrere Gedenkveranstaltungen in Israel
Für den Jahrestag waren in Israel mehrere Gedenkveranstaltungen angesetzt. Neben dem Kibbuz Reim fanden auch im Kibbuz Kfar Aza nahe der Grenze zum Gazastreifen Zeremonien statt. Auch dieser Kibbuz war vor drei Jahren Ziel des Angriffs gewesen.
Gedenken in Wien am Judenplatz
In Wien organisierten jüdische Studierende und Mitglieder der jüdischen Gemeinde eine Gedenkveranstaltung. Um 16.30 Uhr sollten am Judenplatz die Namen der Opfer des Hamas-Massakers verlesen werden. Die Co-Präsidentinnen der Jüdischen österreichischen HochschülerInnen (JöH), Lia Guttmann und Milli Li Rabinovici, luden alle solidarischen Menschen zur Teilnahme ein.
„Die schrecklichen Folgen des 7. Oktobers haben die Verbrechen dieses Tages gewissermaßen aus dem öffentlichen Bewusstsein verdrängt. Das ist falsch, denn die Trauer und das Trauma, die dieser Tag für Jüdinnen und Juden bedeutet, sind noch immer allgegenwärtig. Jeder Name, den wir verlesen, erinnert an einen Menschen, an sein Leben und an den Verlust der betroffenen Familien und Angehörigen“, erklärten Guttmann und Rabinovici.
1.221 Tote und 251 Verschleppte
Am 7. Oktober 2023 hatten Kämpfer der radikalislamischen Palästinenserorganisation Hamas und verbündeter Gruppen 1.221 Menschen getötet und 251 weitere als Geiseln in den Gazastreifen verschleppt. Beim Nova-Festival allein kamen mindestens 370 Menschen ums Leben, 44 Personen wurden als Geiseln genommen.
Als Reaktion startete Israel massive Angriffe im Gazastreifen. Nach Angaben des von der Hamas kontrollierten Gesundheitsministeriums wurden dabei mehr als 74.200 Menschen getötet. Obwohl seit Oktober des Vorjahres eine Waffenruhe gilt, setzt die israelische Armee ihre Angriffe auf Ziele im Gazastreifen fort.
Quelle: APA/AFP
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