ISTA erhält 9,2 Millionen Euro EU-Förderung

Mathias FischerMathias Fischer
© Mit KI (Gemini) generiert

Die Forschungseinrichtung ISTA in Klosterneuburg wurde bei den „Starting Grants“ des Europäischen Forschungsrats mit fünf Förderungen ausgezeichnet. Von insgesamt 18 österreichischen Grants in dieser Runde gehen die meisten an das niederösterreichische Institut, so der ORF.

Das ISTA in Klosterneuburg sicherte sich in der aktuellen Ausschreibung der „Starting Grants“ des Europäischen Forschungsrats insgesamt fünf Förderungen. Die fünf ausgezeichneten Projekte werden mit zusammen 9,2 Millionen Euro unterstützt.

Europaweit wurden in dieser Runde 421 von 4.807 eingereichten Projekten ausgewählt, was einer Förderquote von 8,8 Prozent entspricht. Die Stipendien richten sich an Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, deren Promotion höchstens zehn Jahre zurückliegt. Sie sollen den Aufbau eigener Teams und die Weiterentwicklung der Grundlagenforschung ermöglichen.

Forschung von Quantenmaterie bis Bakterienabwehr

Denitsa Baykusheva aus Bulgarien, seit 2024 am ISTA tätig, entwickelt ein Mikroskop zur Untersuchung schwer nachweisbarer Zustände der Quantenmaterie. Die Fähigkeit, diese Zustände zu kontrollieren, könnte langfristig neue Möglichkeiten für Optoelektronik, nahezu verlustfreien Energietransport und effiziente Lichtumwandlung eröffnen.

Der britische Strukturbiologe Jack Bravo, ebenfalls seit 2024 am Institut, untersucht, wie Bakterien fremde DNA erkennen und zerstören. Das Verständnis der bakteriellen Verteidigungsmechanismen gegen Eindringlinge ermöglicht Einblicke in die molekularen Grundlagen der bakteriellen Immunität.

Astrophysik, Künstliche Intelligenz und Medizintechnik

Die italienische Astrophysikerin Ilaria Caiazzo erforscht die Verschmelzung Weißer Zwerge und mögliche Gravitationswellen. Verschmelzungen dieser stellaren Überreste gelten als Ursprung einiger der häufigsten Sternexplosionen und einiger der exotischsten Sterne im Universum.

Francesco Locatello aus Italien, der seit 2023 eine eigene Forschungsgruppe mit Schwerpunkt KI am ISTA leitet, arbeitet an KI-Modellen, die Ursache-Wirkungs-Beziehungen in wissenschaftlichen Daten besser erkennen können. KI verändere bereits heute, wie Wissenschaft betrieben wird.

Der französische Physiker Charles Roques-Carmes, seit Juni 2026 am ISTA, entwickelt eine neue Röntgendetektor-Technologie. Diese könnte langfristig schärfere Bilder bei gleichzeitig geringerer Strahlenbelastung ermöglichen.

Quelle: https://noe.orf.at/stories/3370066/

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