Jäger versorgen 62 Wasserstellen für Wildtiere

Mathias FischerMathias Fischer
Wildtier-Wasserstelle mit Hirsch, Reh und Vögeln an einem trockenen Waldrand
© Mit KI (Gemini) generiert

Wegen anhaltender Trockenheit bringen Jäger in Oggau regelmäßig frisches Wasser zu Wildtieren. Die Wiesen enthalten heuer deutlich weniger Feuchtigkeit, Insekten fehlen als Nahrung, so der ORF.

Der Jäger Alexander Oktabec fährt derzeit regelmäßig mit Wasserkanistern durch sein Revier in Oggau. Zusammen mit seiner Jagdgesellschaft betreut er 62 Wasserstellen, die mit frischem Wasser befüllt werden. Je nach Größe der Behälter erfolgt der Austausch wöchentlich oder alle zwei Monate. Wildtierkameras helfen dabei, die optimalen Standorte zu ermitteln.

Trockenheit verändert Lebenszyklen

Die Wasserstellen seien für Wildtiere aktuell überlebensnotwendig, erklärte Landesjagdkoordinator Hans-Peter Weiss. „Die Wiesen, eine ganz wesentliche Nahrungsquelle, enthalten heuer deutlich weniger Feuchtigkeit“, so Weiss. Die zunehmende Trockenheit verschiebe die Lebenszyklen mancher Tierarten.

Besonders betroffen sind Insekten, die als Nahrung für andere Tiere dienen. „Verschiedene Pflanzen, Insekten und Tierarten reagieren unterschiedlich schnell auf die klimatischen Veränderungen. Insekten stehen dann nicht mehr in geeigneter Form für Jungvögel als Nahrung zur Verfügung“, erläuterte Weiss.

Ruhiges Verhalten und Gartenhilfe erwünscht

Stress erhöhe den Wasserverbrauch der Tiere zusätzlich. Die Jägerschaft appelliert daher an Erholungssuchende, sich in der Natur ruhig zu verhalten. Auch Privatpersonen können unterstützen: Wasserschalen und Tränken im Garten helfen kleineren Wildtieren. Wichtig sei, dass sich auch kleine Tierarten aus den Schalen selbst befreien können, betonte Weiss.

Quelle: https://burgenland.orf.at/stories/3362308/

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