Jauk folgt Hameseder an Raiffeisen-Spitze nach

Stefan Jauk wird neuer Obmann der Raiffeisen-Holding NÖ-Wien. Der 50-jährige Generaldirektor der Niederösterreichischen Versicherung wurde am Mittwoch als Nachfolger von Erwin Hameseder designiert und übernimmt im Mai 2027.
Die Holding-Gremien haben Stefan Jauk am Mittwoch als künftigen Obmann der Raiffeisen-Holding NÖ-Wien sowie als Aufsichtsratschef der Raiffeisenlandesbank NÖ-Wien (RLB) designiert. Der 50-Jährige ist derzeit Generaldirektor der Niederösterreichischen Versicherung und wurde als Wunschkandidat von Erwin Hameseder vorgeschlagen.
Die Übergabe der beiden Spitzenfunktionen ist für Mai 2027 geplant. Zu diesem Zeitpunkt zieht sich Hameseder zurück. Die operative Führung von Holding und RLB liegt seit Juli 2026 bei Generaldirektor Martin Hauer. Die Funktion des Obmanns bei der Holding beziehungsweise des Aufsichtsratschefs bei der RLB repräsentiert das oberste Kontroll- und Aufsichtsgremium der Gruppe.
Der verheiratete Jurist war zwischen 2003 und 2021 in verschiedenen Funktionen innerhalb der Raiffeisen-Bankengruppe NÖ-Wien tätig. Unter anderem leitete er als Geschäftsleiter die Raiffeisen Regionalbank Mödling.
Strukturreform läuft parallel
Die Personalentscheidung erfolgt während grundlegender organisatorischer Veränderungen bei Raiffeisen NÖ-Wien. Im Juli 2026 wurde eine tiefgreifende Strukturreform beschlossen. Die Raiffeisen-Holding NÖ-Wien spaltet dabei fast ihren gesamten operativen Betrieb inklusive der weitreichenden Industriebeteiligungen ab und überträgt sie an die 100-Prozent-Tochter RLB NÖ-Wien.
Zu den betroffenen Beteiligungen zählen Anteile an der Strabag, Agrana, NÖM und dem "Kurier". Die Holding legt ihre eigene Bankkonzession zurück und wird zu einer reinen Beteiligungsholding, in der neben der RLB-Beteiligung nur noch Liegenschaften wie das Wiener Loos-Haus verbleiben.
Durch die Zusammenlegung soll die historisch gewachsene Konzernstruktur vereinfacht und effizienter gesteuert werden. Die RLB NÖ-Wien wird dadurch zur zentralen operativen Plattform des Konzerns. Die formale Genehmigung der Abspaltung durch die Generalversammlung der Holding ist für September 2026 geplant. Behördliche und aufsichtsrechtliche Genehmigungen stehen noch aus. Nach der Umsetzung soll die Übertragung rückwirkend mit 1. Jänner 2026 wirksam werden.
Quelle: APA
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