Jazzpianist Dieter Glawischnig mit 88 Jahren gestorben

Mona HopfingerMona Hopfinger
Free-Jazz: Flügel, Akkordeon, Trompete und Posaune mit Wellenlinien und Text.
© Mit KI (Gemini) generiert

Der Grazer Komponist und Jazzpianist Dieter Glawischnig ist bereits am 1. Oktober im Alter von 88 Jahren verstorben. Der Musiker galt als Mitbegründer des Grazer Jazzinstituts und prägte die heimische Free-Jazz-Szene, so der ORF.

Der am 7. März 1938 in Graz geborene Musiker begann seine Laufbahn bereits im Alter von fünf Jahren am Akkordeon. Ein Jahr später wechselte er zum Klavier, das zu seinem bevorzugten Instrument wurde. Mit 13 Jahren erweiterte er sein Repertoire um die Trompete.

Seinen ersten Kontakt zum Jazz erhielt Glawischnig durch die Stationierung britischer Truppen in Graz. Er absolvierte ein Studium der Musikwissenschaft, Kunstgeschichte und Philosophie an der Universität Graz und promovierte dort 1964. Anschließend studierte er an der Akademie für Musik und darstellende Kunst in Graz die Instrumente Klavier, Trompete und Posaune.

Pionier des Free-Jazz in der Steiermark

In der österreichischen Jazzszene hinterließ Glawischnig bedeutende Spuren in der Entwicklung des Free-Jazz. „Wir haben mit freier Improvisation begonnen. Da waren wir die Einzigen und irgendwie Outsider bei den Hochschulkonzerten – aber wir durften dabei sein“, erklärte er 2024 anlässlich der Verleihung des Andrzej-Dobrowolski-Kompositionspreises durch das Land Steiermark.

Neben seiner Rolle als Mitbegründer des Grazer Jazzinstituts leitete der Steirer über Jahrzehnte die NDR-Bigband in Hamburg. NDR-Intendant Hendrik Lünenborg würdigte den Verstorbenen in einem Nachruf: „Er verband höchste künstlerische Ansprüche mit einer großen Menschlichkeit und einem feinen Sinn für Humor.“ Glawischnig habe die Band nachhaltig geprägt, so Lünenborg.

Quelle: https://steiermark.orf.at/stories/3375330/

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