Jede dritte Firmenpleite endet ohne Geld für Gläubiger

Mathias FischerMathias Fischer
Niederösterreich mit leerem Sparschwein und Nullquote-Buch, trauriges Gebäude mit leeren Hosentaschen.
© Mit KI (Gemini) generiert

In Niederösterreich wurden im ersten Halbjahr 2026 rund 350 Firmeninsolvenzen eröffnet – knapp zehn Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Gleichzeitig steigt die Zahl jener Unternehmen, die nicht einmal die Mindestkosten für ein Insolvenzverfahren aufbringen können, so der ORF.

Der KSV1870 verzeichnete im ersten Halbjahr 2026 in Niederösterreich knapp 350 eröffnete Firmeninsolvenzen. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres waren es noch fast 400 Verfahren gewesen – ein Rückgang von knapp zehn Prozent.

Trotz dieser Entwicklung warnt der Kreditschutzverband vor einer besorgniserregenden Tendenz: Immer mehr Firmen verfügen über derart wenig Vermögen, dass eine Verfahrenseröffnung gar nicht mehr möglich ist.

Abweisungen mangels Masse steigen stark

Die Zahl der Abweisungen mangels Masse kletterte um fast 50 Prozent nach oben. Davon betroffen sind Firmen, die nicht einmal die Mindestkosten von rund 4.000 Euro für ein Insolvenzverfahren aufbringen können.

Für Gläubiger verschärft sich die Lage ebenfalls. Laut KSV endet mittlerweile etwa jedes dritte Insolvenzverfahren mit einer Nullquote. In diesen Fällen bleiben Gläubiger auf ihren offenen Forderungen komplett sitzen und erhalten keinerlei Rückzahlung.

Größte Pleiten in Niederösterreich

Zu den größten Firmeninsolvenzen in Niederösterreich – gemessen an den Passiva – zählten im ersten Halbjahr der Teleshopping-Sender Mediashop aus Neunkirchen, der Automobilzulieferer Eitek aus Ebergassing (Bezirk Bruck an der Leitha) sowie der Baumaschinenvermieter KMV aus Bruck an der Leitha.

Quelle: https://noe.orf.at/stories/3361757/

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