Jeder dritte Landwirt klagt über hohe Belastung

Mona HopfingerMona Hopfinger
Entlastung für Haus und Hof: Ein schwerer Aktenordner mit „Bürokratie“ und „Belastung“ liegt auf einem Haus.
© Mit KI (Gemini) generiert

Wirtschaftsdruck, Bürokratie und fehlende Erholung setzen Österreichs Bäuerinnen und Bauern zu. Eine bundesweite Studie mit über 2.500 Befragten zeigt: Ein Drittel fühlt sich stark belastet, fast die Hälfte berichtet von psychischen Beschwerden.

Die Arbeit auf Österreichs Bauernhöfen fordert ihren Tribut. Das belegt eine Untersuchung von L&R Sozialforschung im Auftrag des Landwirtschaftsministeriums. Mehr als 2.500 Personen aus der Land- und Forstwirtschaft sowie mithelfende Angehörige nahmen teil.

Das Ergebnis: Rund ein Drittel der Befragten gibt eine hohe Gesamtbelastung an. 46 Prozent erlebten innerhalb eines Jahres mindestens eine psychische Beschwerde oder Erkrankung. Als Hauptgründe nennen die Befragten Bürokratie, wirtschaftliche Unsicherheiten, ständige Einsatzbereitschaft und zu wenig Erholungszeit.

Maschinenring-Betriebshilfe wird geschätzt

Die Erhebung zeigt auch: Die Soziale und Wirtschaftliche Betriebshilfe des Maschinenring ist bekannt und wird positiv bewertet. Etwa 90 Prozent der Land- und Forstwirte kennen die Angebote. Wer sie nutzte, war zufrieden: 95 Prozent empfanden die Kontaktaufnahme als einfach, rund 90 Prozent lobten die rasche Hilfe und die Kompetenz der Fachkräfte.

Die Soziale Betriebshilfe springt ein, wenn wichtige Arbeitskräfte durch Krankheit oder Unfall ausfallen. Die Wirtschaftliche Betriebshilfe entlastet vorbeugend – etwa bei Arbeitsspitzen oder als Urlaubsvertretung. So trägt der Maschinenring dazu bei, Arbeitsbelastungen zu senken und die Weiterführung der Betriebe zu sichern.

Initiative „Happy am Hof“ setzt auf Prävention

Mit dem Projekt „G'sund bleiben – Happy am Hof“ wollen der Maschinenring, die Sozialversicherung der Selbständigen (SVS) und Lebensqualität Bauernhof gegensteuern. Die Initiative bündelt Informationen und Angebote zur körperlichen und psychischen Gesundheit – von Vorsorge über Beratung bis zu praktischer Entlastung am Hof.

Ziel ist es, Landwirtinnen und Landwirte frühzeitig zu unterstützen und bestehende Hilfsangebote besser zugänglich zu machen. Die Studie zeigt: 35 Prozent der Befragten wünschen sich mehr Informationen über bereits vorhandene Unterstützung.

Weitere Informationen zu Gesundheitsangeboten und Unterstützung gibt es auf www.happy-am-hof.at. Die Studienergebnisse sind auf der Website von L&R Sozialforschung abrufbar.

Quelle: https://www.maschinenring.at/aktuelles/beitrag/psychische-belastung-in-der-landwirtschaft

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