JKU als erste Uni Österreichs mit OECD-Praktikumsplätzen

Mona HopfingerMona Hopfinger
EU-Flagge und Österreichische Fahne hinter acht Personen, zwei Frauen halten Urkunden.
© JKU

Die Johannes Kepler Universität Linz hat als erste heimische Hochschule ein Abkommen mit der OECD geschlossen. Jährlich stehen nun Praktikumsplätze in Paris für ausgewählte Studierende zur Verfügung.

Im Rahmen eines Festakts besiegelte die JKU Linz eine Kooperation mit der OECD (Organisation for Economic Co-operation and Development). Noch am selben Tag fand ein Recruiting-Seminar mit Vertretern der Organisation am Campus statt. Die Vereinbarung ermöglicht es der Universität, jedes Jahr eine fixe Anzahl an Studierenden für Praktika in Paris vorzuschlagen.

Rektor Stefan Koch betonte die Bedeutung internationaler Erfahrung, besonders im wirtschaftlichen Bereich. Er zeigte sich erfreut, dass die JKU als erste österreichische Universität diese Zusammenarbeit realisieren konnte, und wünschte den Studierenden Erfolg im Bewerbungsverfahren.

Vorauswahl von bis zu 15 Studierenden

Die Universität darf bis zu 15 besonders qualifizierte Studierende der Wirtschaftswissenschaften vorauswählen. Diese können sich anschließend bei der OECD bewerben. Während des Praktikums arbeiten die Teilnehmer mit Experten an wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Projekten, entwickeln analytische Fähigkeiten weiter und knüpfen internationale Kontakte.

Bundesministerin Eva-Maria Holzleitner sieht in der Kooperation eine große Chance für Studierende, internationale Politik und Wirtschaft aus nächster Nähe zu erleben. Sie hofft, dass junge Menschen diese Möglichkeit nutzen und ihre Erfahrungen später in Österreich einbringen.

Auszeichnung für Wissenschaftsstandort

Gerald Pruckner, Dekan der Sozial- und Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät, sprach von einer riesigen Chance, auf höchster internationaler Ebene Erfahrung zu sammeln. Die Auswahl der JKU für diese Kooperation unterstreiche die internationale Sichtbarkeit der Universität in Forschung und Lehre.

Landeshauptmann Thomas Stelzer wertete die Partnerschaft als besondere Auszeichnung für den Wissenschaftsstandort Oberösterreich. Sie öffne neue Türen zu internationalen Erfahrungen und Karrieremöglichkeiten und zeige den hervorragenden Ruf der heimischen Universitäten.

Marion Gratt, Leiterin der OECD-Abteilung im BMEIA, gratulierte zur Aufnahme ins Praktikumsprogramm. Die erfolgreichen OECD-Recruitment-Seminare in Österreich seien ein wichtiger erster Schritt gewesen.

Maria Apolloner, die 2025 bei der Ständigen Vertretung Österreichs bei der OECD und 2026 bei der OECD Nuclear Energy Agency praktizierte, beschrieb die Gelegenheit als großartig. Man komme mit Menschen aus aller Welt in Kontakt und könne in ein internationales, multikulturelles Umfeld eintauchen.

Die OECD mit Sitz in Paris setzt sich für nachhaltige Wirtschaftsentwicklung, hohe Beschäftigung und steigende Lebensstandards ein. 38 Staaten gehören der Organisation an, darunter Österreich als Gründungsmitglied.

Quelle: https://www.jku.at/news-events/news/detail/news/praktikum-fuer-studierende-in-paris-jku-unterzeichnet-kooperation-mit-oecd

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