JKU: zweites Leben für Kunststoff

Mona HopfingerMona Hopfinger
Kreislaufwirtschaft: Plastikflaschen werden gesammelt, verarbeitet und zu neuen Bechern auf einem Förderband.
© Mit KI (Gemini) generiert

An der Johannes Kepler Universität wird Kunststoffrecycling erforscht und gelebt.

Univ.-Prof. Dr. Jörg Fischer vom Institute of Polymeric Materials and Testing widmet sich der Entwicklung von Polymerwerkstoffen und Polymertechnologien – mit Schwerpunkt auf Kunststoffe für eine nachhaltige Kreislaufwirtschaft. Für seine Arbeit steht ihm an der JKU eine eigene Pilotfabrik zur Verfügung: die LIT Factory.

Mit ARA und deren Töchtern ARAplus und TriPlast arbeitet der Wissenschaftler seit Jahren zusammen. In geförderten Forschungsprojekten wie den Leitprojekten circPLAST-mr und greenPLAST-food entwickeln sie Lösungen für das mechanische Recycling von Kunststoffen.

Öffentlichkeitsarbeit für Kreislaufwirtschaft

Fischer will die Bevölkerung für recycelbare Kunststoffe sensibilisieren. Mit Tchibo führte er die Circularity Tour durch Österreich durch, mit Alpenverein und Naturfreunden das Projekt „Plastik hat Wert - Weg vom Berg“.

Beim Eurovision Song Contest 2026 in Wien präsentierte er eigens produzierte Becher aus wiederverwertetem Kunststoff – ein Beispiel für österreichische Kreislaufwirtschaft in der Praxis. Das Material durchlief mehrere Stationen: ARA sammelte und sortierte es, die Tochter upcycle bereitete es auf, OMV rezyklierte es chemisch und Greiner fertigte daraus Becher. Insgesamt entstanden 100.000 Stück in drei optisch unterschiedlichen Chargen, die während des ESC zum Einsatz kamen. Internationale Besucher konnten sich so mit dem Thema auseinandersetzen und selbst aktiv werden.

Restposten wandert zur ÖH

Trotz großer Nachfrage blieben 5.000 Becher übrig. Sie werden nun bei Mensafesten der ÖH verwendet – ganz im Sinne der Kreislaufwirtschaft: nichts verschwenden.

Quelle: https://www.jku.at/news-events/news/detail/news/zweites-leben-fuer-kunststoff

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