JKU Linz bekommt erstes EU-Exzellenzzentrum für KI

An der Johannes Kepler Universität Linz entsteht das erste „Center of Excellence for Physical and Industrial AI“ von Plug and Play in der Europäischen Union. Das Zentrum soll Spitzenforschung, Start-ups und Industrie vernetzen.
Die Johannes Kepler Universität Linz wird Standort des ersten Plug-and-Play-Exzellenzzentrums innerhalb der EU. Am Campus soll künftig ein internationales Zentrum für Physical und Industrial AI entstehen, das Start-ups aus aller Welt mit der Forschungsexpertise der Universität und der Industriekraft Oberösterreichs zusammenbringt.
„Dass das erste Plug-and-Play-Exzellenzzentrum der EU am JKU Campus entsteht, ist eine großartige Nachricht für die Universität und den gesamten Standort. Forschung, Start-ups und Industrie kommen hier unmittelbar zusammen. Solche Verbindungen brauchen wir, um Innovationen schnell in die Anwendung zu bringen“, wird Univ.-Prof. Dr. Stefan Koch, Rektor der JKU, zitiert.
Campus als Knotenpunkt für Wissenschaft und Wirtschaft
Der JKU Campus biete sich als Standort an, weil dort Wissenschaft, Start-ups und Wirtschaft bereits eng vernetzt seien. Plug and Play erweitere dieses bestehende Ökosystem um ein globales Netzwerk aus Start-ups, Technologieunternehmen, Industriepartnern und Investoren.
„Die JKU investiert gezielt in ihr Start-up-Ökosystem. Wir begleiten und unterstützen unsere Forscher*innen bei der Gründung und Weiterentwicklung ihrer Start-ups. An den zahlreichen erfolgreichen Ausgründungen in den letzten Jahren sehen wir, welches Potenzial in der JKU Forschung steckt. Das neue Zentrum bringt nun eine zusätzliche internationale Dimension. Unsere Forscher*innen und Start-ups können so von globalen Netzwerken profitieren“, erklärt Mag.a Christiane Tusek, Vizerektorin für Finanzen und Entrepreneurship.
Strukturen für Technologietransfer ausgebaut
Die Universität hat in den vergangenen Jahren den Technologietransfer institutionell verstärkt. Mit der JKU Technology Transfer GmbH verfügt sie über eine eigene Struktur, um Forschungsergebnisse systematisch in Kooperationen, Lizenzen und Spin-offs zu überführen. Auch das House of Research and Innovation (HoRI) unterstützt Universitätsangehörige bei Innovationen bis hin zu möglichen Ausgründungen. Zudem ist die JKU Gesellschafterin bei tech2b.
Diese Investitionen hätten in der Vergangenheit zu zahlreichen erfolgreichen Spin-offs und Start-ups geführt. Zuletzt machte etwa Emmi AI Schlagzeilen. Das Unternehmen entwickelt KI-basierte Simulationsmodelle für industrielle Anwendungen und wurde heuer vom französischen KI-Giganten Mistral AI übernommen.
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