JKU Linz feierte 60-Jahr-Jubiläum mit Festakt

Mona HopfingerMona Hopfinger
Johannes Kepler Universität Linz: Fünf Personen posieren vor JKU-Logo-Wand
© JKU

Die Johannes Kepler Universität Linz hat am Donnerstag ihr 60-jähriges Bestehen gefeiert. Zahlreiche Gäste aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik würdigten in der Kepler Hall die Entwicklung von Oberösterreichs größter Bildungseinrichtung.

Mit einem offiziellen Festakt am Campus Auhof hat die Johannes Kepler Universität Linz am 8. Oktober 2026 ihr 60-jähriges Jubiläum begangen. In der Kepler Hall kamen Vertreter aus Wissenschaft, Wirtschaft, Gesellschaft und Politik zusammen, um die Entwicklung der Universität zu würdigen und einen Blick auf künftige Aufgaben als Forschungs- und Bildungsstandort zu werfen.

Seit der Gründung im Jahr 1966 hat sich die JKU zu einer international sichtbaren Universität entwickelt. Sie steht für exzellente Forschung, innovative Lehre und offenen Zugang zu Wissen. Im Jubiläumsjahr feiert die Universität ihre Meilensteine ebenso wie die Menschen, die sie seit sechs Jahrzehnten mit ihren Ideen und ihrem Engagement prägen.

Rektor Univ.-Prof. Dr. Stefan Koch betonte in seiner Ansprache: „60 Jahre JKU sind vor allem 60 Jahre voller Ideen und mutiger Schritte nach vorne. 1966 gegründet, hat sich die JKU Linz ständig weiterentwickelt und ist heute ein lebendiger Ort des Wissens, an dem wir gemeinsam Antworten auf die großen Fragen unserer Zeit entwickeln.“ Das Jubiläum sei nicht nur Anlass, auf Erreichtes stolz zu sein, sondern vor allem ein Auftrag, neugierig zu bleiben und Zukunft zu gestalten.

Glückwünsche aus Politik und Wissenschaft

Der Festakt wurde musikalisch vom Universitätsorchester eröffnet, das eine Auftragskomposition von Helmut Rogl zum Jubiläum präsentierte. Nach der Begrüßung durch Moderatorin Prof.in Dr.in Christine Haiden gab ein neuer Imagefilm Einblicke in die Universität.

Neben Rektor Koch richteten auch Senatsvorsitzender Univ.-Prof. Dr. Andreas Gruber, die Vorsitzende des Universitätsrats Univ.-Prof.in Dr.in Katharina Pabel (per Videobotschaft) sowie die Präsidentin der Österreichischen Universitätenkonferenz (uniko) und Rektorin der Kunstuniversität Linz, Mag.a Brigitte Hütter MSc, Grußworte an die Festgäste.

Brigitte Hütter gratulierte im Namen der uniko und der Kunstuniversität Linz: „Die JKU steht seit sechs Jahrzehnten für wissenschaftliche Exzellenz, Innovationskraft und gesellschaftliche Verantwortung. Sie hat gezeigt, wie eine junge Universität mit klarer Vision zu einem prägenden Standort für Forschung und Bildung werden kann.“ Gerade in Zeiten tiefgreifender Veränderungen brauche es Universitäten als Orte des kritischen Denkens und des offenen Dialogs.

Bundesministerin und Landeshauptmann würdigen JKU

Im Mittelpunkt des Festakts standen Ansprachen von Bundesministerin für Frauen, Wissenschaft und Forschung Eva-Maria Holzleitner BSc, Landeshauptmann Mag. Thomas Stelzer und dem Linzer Bürgermeister Mag. Dietmar Prammer.

Eva-Maria Holzleitner betonte: „Was vor 60 Jahren als mutige Idee in Linz begonnen hat, ist heute eine Universität mit internationaler Strahlkraft.“ Die JKU sei ein Platz für neue Ideen und vielfältige Perspektiven. Als Campusuniversität sei sie ein Ort, an dem Unmögliches möglich gemacht werde – dort, wo Physik auf Soziologie treffe, Wirtschaft auf Maschinenbau und Rechtswissenschaft auf Künstliche Intelligenz.

Thomas Stelzer blickte zurück: „60 Jahre JKU sind 60 Jahre Aufbruch, Fortschritt und Zukunft für Oberösterreich. Aus einer mutigen Idee ist eine international anerkannte Universität und ein entscheidender Motor für unseren Wissenschafts-, Wirtschafts- und Innovationsstandort geworden.“ Viele Erfolgsgeschichten des Landes wären ohne die JKU nicht denkbar – von technologischen Spitzenleistungen bis zur Medizinischen Fakultät.

Dietmar Prammer sagte: „Die JKU ist seit 60 Jahren ein wesentlicher Teil der Erfolgsgeschichte unserer Stadt und auch für mich persönlich ein besonderer Ort, weil ich selbst hier studiert habe.“ Linz und die JKU seien in diesen sechs Jahrzehnten gemeinsam gewachsen.

Kunstwerk und Blick in die Zukunft

Besondere Freude bereitete der JKU eine Stiftung des renommierten Künstlers und ehemaligen Rektors der Kunstuniversität Linz, Wolfgang Stifter. Er malte vier Gemälde für die vier Fakultäten der JKU, die ab sofort im Uni-Center vor dem Festsaal zu sehen sind.

In seiner Festrede sprach Univ.-Prof. Dr. Marcus Gräser über die bewegte Geschichte der JKU. Er leitet das Institut für Neuere Geschichte und Zeitgeschichte. Er zeigte, wie sich die Universität in Gesellschaft und Wissenschaftspolitik entwickelt hat. Außerdem schaute er auf die Herausforderungen und Chancen der nächsten Jahrzehnte.
In Gesprächsrunden redeten Vertreter der Betriebsräte und der Österreichischen Hochschülerinnenschaft mit. Auch Nachwuchswissenschaftler aus verschiedenen Forschungsbereichen kamen zu Wort. Sie zeigten, wie vielfältig die JKU heute ist: als Ort zum Studieren, als Forschungsuniversität und als Impulsgeberin für die Gesellschaft.
Das Jubiläum blickt also zurück und nach vorne. Die JKU will auch künftig ein Ort sein, an dem Neugierde gefördert wird, Fortschritt möglich ist und Gemeinschaft gelebt wird.

Quelle: https://www.jku.at/news-events/news/detail/news/jku-linz-feierte-ihr-60-jaehriges-bestehen-mit-einem-festakt-am-campus-auhof

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