JKU Linz holt Top-Neurologin aus den USA

Die Johannes Kepler Universität Linz und das Kepler Universitätsklinikum gewinnen eine international renommierte Neurologin: Katharina M. Busl wechselt vom McKnight Brain Institute der University of Florida nach Oberösterreich.
Katharina M. Busl wird als Tenure-Track-Professorin an der Medizinischen Fakultät der JKU tätig sein und ab 15. September 2026 die stellvertretende Leitung der Universitätsklinik für Neurologie im Kepler Universitätsklinikum übernehmen. Die Medizinerin gilt als führende Expertin auf dem Gebiet der Neurointensivmedizin und bringt umfangreiche klinische, wissenschaftliche und internationale Führungserfahrung mit.
Spezialistin für schwere Hirnerkrankungen
Busl ist international anerkannt für ihre Arbeit bei schweren neurologischen Akuterkrankungen. Dazu zählen Schlaganfälle, Hirnblutungen, Schädel-Hirn-Traumata und weitere lebensbedrohliche Erkrankungen des Gehirns. Zudem verfügt sie über ausgewiesene Expertise in Hirntoddiagnostik, Neuroprognostik und neurologischer Intensivmedizin.
Die Neurologin hat zahlreiche klinische Studien und Forschungsprojekte geleitet. Als Principal Investigator verantwortet sie ein vom US-amerikanischen National Institutes of Health (NIH) gefördertes Forschungsprogramm mit einem Gesamtvolumen von rund 12,9 Millionen US-Dollar (etwa 11,0 Millionen Euro).
„Die Neurologie befindet sich in einer Zeit enormer wissenschaftlicher und technologischer Fortschritte. Die Johannes Kepler Universität Linz und das Kepler Universitätsklinikum bieten ein hochattraktives universitäres Umfeld mit großem Potenzial für Forschung, Innovation und exzellente Patient*innenversorgung. Ich freue mich darauf, meine internationale Erfahrung einzubringen und gemeinsam mit den Kolleginnen und Kollegen die neurologische Versorgung und Forschung am Standort Linz weiterzuentwickeln“, wird Busl zitiert.
Meilenstein für die Universitätsklinik
Univ.-Prof. Dr. Raimund Helbok, Leiter der Universitätsklinik für Neurologie, bezeichnet die Verpflichtung als wichtigen Meilenstein. „Mit Katharina Busl gewinnen wir eine international sichtbare Neurologin und Neurointensivmedizinerin, die klinische Exzellenz, wissenschaftliche Spitzenleistung und Führungserfahrung in idealer Weise vereint. Ihre Expertise wird unsere Universitätsklinik sowohl in der Patient*innenversorgung als auch in Forschung und Lehre nachhaltig stärken“, so Helbok.
JKU-Rektor Univ.-Prof. Dr. Stefan Koch sieht in der Berufung ein wichtiges Puzzlestück für die Weiterentwicklung der Medizinischen Fakultät. Die Spitzen-Neurologin werde die Sichtbarkeit erhöhen und neue Impulse in Forschung und Lehre setzen, was Studierenden und Patienten zugutekomme.
Stärkung der Frauenexpertise
Mag.a Dr.in Elgin Drda, JKU-Vizerektorin für Medizin und Dekanin der Medizinischen Fakultät, hebt die Bedeutung der Neubesetzung hervor. Die ausgewiesene wissenschaftliche und klinische Expertise, die Busl unter anderem an der Harvard Medical School und der University of Florida erworben habe, sei eine wertvolle Bereicherung für die noch junge Medizinische Fakultät. Besonders betont Drda, dass damit die hohe Frauenexpertise an der Medizinischen Fakultät weiter gestärkt werde.
Prof. Dr. Meinhard Lukas, Geschäftsführer des Kepler Universitätsklinikums, und Priv.-Doz. Dr. Karl-Heinz Stadlbauer, Ärztlicher Direktor des KUK, sehen in der Gewinnung der international renommierten Wissenschaftlerin ein starkes Signal für die internationale Sichtbarkeit des Hauses und den Anspruch, Medizin auf höchstem Niveau mit Forschung und Innovation zu verbinden.
Führende Funktionen in Fachgesellschaften
Busl zählt zu den Fellows der American Academy of Neurology, des American College of Critical Care Medicine sowie der Neurocritical Care Society und bekleidet zudem führende Funktionen in internationalen Fachgesellschaften. Sie wirkte an mehreren international wegweisenden Leitlinien zur Neurointensivmedizin mit und sitzt im Board of Directors der Neurocritical Care Society.
Mit der Verpflichtung stärken die JKU Linz und das Kepler Universitätsklinikum ihre Position als universitäres Kompetenzzentrum für Neurologie und Neurointensivmedizin und bauen die internationale Vernetzung in Forschung, Lehre und Patientenversorgung weiter aus.
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