Joggerin in Brigittenau attackiert – Passant verhindert Schlimmeres

Ein 34-jähriger Mann ohne festen Wohnsitz hat am Montagfrüh eine 28-jährige Joggerin auf der Brigittenauer Lände angegriffen. Ein aufmerksamer Passant griff ein und half der Frau.
Am Montagfrüh gegen 6.45 Uhr ist eine 28-jährige Joggerin auf der Brigittenauer Lände in Wien-Brigittenau Opfer eines Übergriffs geworden. Ein Mann soll die Sportlerin von hinten gepackt und zu Boden gebracht haben. Dabei stürzte der Angreifer selbst. Beide rutschten eine Böschung hinunter, wo der Tatverdächtige laut Polizei versucht haben soll, sexuelle Handlungen an der Frau vorzunehmen.
Zeuge erkannte sexuellen Übergriff
Ein Passant wurde auf die Situation aufmerksam. Wie Polizeisprecher Markus Dittrich erklärte, hielt der Zeuge die Szene zunächst für eine Rauferei. Als er genauer hinsah, erkannte er den sexuellen Charakter des Angriffs und eilte der Frau zur Hilfe.
Der Angreifer versuchte zu fliehen. Beamte der Polizeiinspektion Vorgartenstraße mit Unterstützung der Polizeiinspektion Tempelgasse konnten ihn jedoch 300 Meter vom Tatort entfernt festnehmen.
Tatverdächtiger bestreitet Gewaltanwendung
Bei dem Festgenommenen handelt es sich um einen 34-jährigen Mann aus Ungarn ohne festen Wohnsitz. In seiner Einvernahme bestritt er, Gewalt gegen die Joggerin angewendet zu haben. Er ist zum Vorwurf der versuchten Vergewaltigung nicht geständig.
Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft wurde der Mann in eine Justizanstalt eingeliefert. Das Landeskriminalamt Wien, Außenstelle Zentrum-Ost, hat die Ermittlungen übernommen.
Die 28-Jährige erlitt Abschürfungen, blieb aber weitgehend unverletzt. Die psychischen Folgen des Übergriffs sind derzeit nicht absehbar, teilte die Landespolizeidirektion am Dienstag mit.
Quelle: APA
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