Juvan fordert Fellner zu Gesundheitsreform auf

Pia ProdingerPia Prodinger
Helge Bauer mit verschränkten Armen vor einem modernen Gebäude.
© kaernten.neos.eu

Nach der Kritik des KABEG-Betriebsrats an seinem Reformkonzept wirft NEOS-Landessprecher Janos Juvan Landeshauptmann Fellner vor, Reformideen zu blockieren. Der Landeshauptmann müsse sich entscheiden, ob er Reformen unterstütze oder verhindere.

Der NEOS-Landessprecher Janos Juvan hat sein Reformkonzept für das Kärntner Gesundheitssystem präsentiert. Daraufhin äußerte sich der Zentralbetriebsrat der Kärntner Landeskrankenanstalten, Michael Kraxner, kritisch zu den Vorschlägen. Aus Sicht der NEOS zeigt dies die Ideenlosigkeit der Landesregierung, da Landeshauptmann Fellner den Betriebsrat offenbar vorgeschickt habe, um Reformideen sofort abzuwürgen.

„Blockieren löst keine Probleme. Und Probleme gibt es genug: Kassenarztmangel, lange Wartezeiten, überfüllte Ambulanzen, Gesundheitspersonal am Limit“, erklärte Juvan. Statt den Betriebsrat auszuschicken, sollte der Landeshauptmann endlich Lösungen für die Probleme vorlegen.

NEOS-Konzept mit drei Säulen

Die NEOS haben ihre Vorstellungen bereits präsentiert: drei moderne Primärversorgungszentren pro Bezirk, einen konsequenten Ausbau der Kliniken Klagenfurt und Villach zu Zentren der Spitzenmedizin sowie in den restlichen Krankenhäusern volle Konzentration auf die Akutversorgung und nur punktuelle Spezialisierungen. Dieses Konzept sollte diskutiert werden, doch genau diese Diskussion verweigere die Landesregierung, so Juvan.

Kritik an Fellners Umgang mit Ärztemangel

Juvan kritisierte auch den Umgang Fellners mit den Problemen im Gesundheitssystem, wie zuletzt im ORF-Sommergespräch. „Ärztinnen und Ärzten, die erschöpft kündigen, auszurichten, sie seien eh gut genug bezahlt, ist Klassenkampf-Rhetorik, die niemandem hilft“, sagte der NEOS-Landessprecher.

Als Landeshauptmann liefere Fellner keinen einzigen Verbesserungsvorschlag, sondern halte stur an einem System fest, das nicht mehr funktioniere. „Fellner muss sich jetzt entscheiden: Gehört er zu den Reformern oder zu den Blockierern?“, so Juvan abschließend.

Quelle: https://kaernten.neos.eu/aktuelles/news/2026/9/juvan-nach-kritik-von-kabeg-betriebsrat

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