KAC gastiert bei Graz99ers

Mona HopfingerMona Hopfinger
Eishockeytorhüter im roten Dress verteidigt das Tor, Spieler mit Nummer 55 attackiert.
© EC-KAC/Florian Pessentheiner

Die Rotjacken beenden den Oktober mit einem Auswärtsspiel beim Titelverteidiger. Am Freitag tritt der EC-KAC in Graz an.

Der EC-KAC schließt einen intensiven Oktober mit zwölf Bewerbsspielen ab. Am Freitag, 30. Oktober, steht für die Klagenfurter das letzte Spiel vor der Länderspielpause an. In der win2day ICE Hockey League treffen die Rotjacken auswärts auf die Graz99ers. Spielbeginn im Merkur Eisstadion in Graz-Liebenau ist um 18.30 Uhr.

In der Tabelle trennen beide Mannschaften nur drei Punkte. Der KAC liegt mit neun Siegen und sechs Niederlagen auf Rang vier, Graz steht mit acht Siegen und sieben Niederlagen auf Platz sieben. Es ist das 156. Aufeinandertreffen der beiden Klubs.

Wechselhafte Woche für den KAC

In der vergangenen Woche holten die Kärntner sechs von neun möglichen Punkten. Auf Siege gegen Fehérvár AV19 (6:3) und beim Milano Hockey Club (3:2) folgte eine 2:5-Heimniederlage gegen Tabellenführer HCB Südtirol. Gegen die Füchse dominierten die Rotjacken zwar beim Puckbesitz (54,9 Prozent) und bei den Torschüssen (32:24), agierten aber zu wenig zielgerichtet. Nur 41,7 Prozent ihrer Torschussversuche aus dem Slot waren tatsächliche Shots on Goal – der niedrigste Saisonwert.

Auswärts konnte der Rekordmeister zuletzt drei Mal in Folge punkten, insgesamt fehlt es dem KAC in der Fremde aber an Stabilität. Mit durchschnittlich 3,29 Gegentoren pro Auswärtsspiel kassierte die Mannschaft zuletzt in der Saison 2009/10 mehr Verlusttreffer fernab der Heimat.

Graz mit ausgeglichener Bilanz

Die Graz99ers durchleben eine wechselhafte Saison. Siege und Niederlagen halten sich nahezu die Waage – eine Bilanz, die der Titelverteidiger bereits in der vergangenen Spielzeit nach 15 Partien aufwies und dennoch Meister wurde. Am Mittwoch unterlagen die Steirer beim Ferencvárosi TC mit 3:4 nach Verlängerung, nachdem sie zwischenzeitlich 0:3 zurückgelegen waren.

Noch nicht in Schuss sind die Special Teams der 99ers. Weder im Powerplay noch im Penalty Killing rangiert Graz in der oberen Hälfte des ligaweiten Rankings. Auch die Heimbilanz ist ausbaufähig: In sieben Ligaspielen im Merkur Eisstadion gelangen dem amtierenden Meister nur zwei volle Siege.

KAC dominiert die Duelle

Seit der Liga-Neugründung im Jahr 2000 kam es zu 155 direkten Begegnungen zwischen den beiden Klubs, die seither durchgehend in der höchsten Spielklasse Österreichs vertreten sind. Der KAC gewann davon 101 Partien, Graz 54. Auch im Merkur Eisstadion schneiden die Klagenfurter mit 47 Siegen bei 75 Auftritten positiv ab. Bei elf der jüngsten 13 Auswärtsspiele in Graz nahmen die Rotjacken zumindest einen Zähler mit.

Im einzigen Saisonduell bisher setzte sich der KAC am 27. September zu Hause klar mit 6:2 durch. Beiden Teams fehlten zahlreiche Stammkräfte – fünf bei Klagenfurt, zehn bei Graz. Entscheidend waren die ersten sieben Minuten des Mitteldrittels, als der KAC drei Treffer erzielte.

Acht Ausfälle drohen

Die Personalsituation beim EC-KAC bleibt angespannt. Sebastian Dahm, Maximilian Preiml, Nick Petersen, Jan Muršak, Ben Öfner, Fabian Hochegger und Matt Fraser fallen verletzungsbedingt aus. Zusätzlich ist Verteidiger Mattias Göransson erkrankt und konnte weder am Mittwoch noch am Donnerstag trainieren. Über seinen Einsatz wird erst am Spieltag entschieden.

„Kaltschnäuziger werden“

Clemens Unterweger zieht trotz der Niederlage gegen Bolzano ein positives Fazit: „Wir haben eine sehr gute Partie gemacht, die wir dann aber schlussendlich leider verloren haben. Wir können aus diesem Spiel aber viel mitnehmen, zum Beispiel, dass wir wieder kaltschnäuziger im Umgang mit unseren Chancen werden müssen.“

Über den Gegner sagt Unterweger: „Graz ist der amtierende Meister und hat sich über den Sommer vom Spielstil und dem Personal her nicht sehr stark verändert. Die Steirer sind vor allem in der Offensive stark und über die kompletten vier Blöcke gefährlich, hinten stehen ihnen zwei richtig gute Tormänner zur Verfügung, die gilt es zu knacken.“

Die vielen Ausfälle sieht er nicht als Ausrede: „Die vielen Ausfälle und das verkürzte Lineup sind kein Thema, wir denken da nicht zu viel nach, sondern die, die auflaufen, geben Gas und werfen alles in die Waagschale.“

Übertragung

Die Partie ist nicht im Free-TV zu sehen. Ein Livestream ist auf Sporteurope.TV (Pay-per-View) ab 18.15 Uhr verfügbar. Radio Kärnten begleitet das Spiel im Kärntner Eishockeymagazin ab 20.04 Uhr.

Quelle: https://www.kac.at/news/2026/10/vorschau-g99kac

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