Kältetechniker aus Linz holt Auszeichnung bei WM

Jonas Danninger erreichte bei den WorldSkills 2026 in Shanghai ein Medallion for Excellence in der Kategorie Kälte- und Klimatechnik. Der Oberösterreicher trat für das Linzer Unternehmen HAUSER trotz Krankheit an.
Bei den WorldSkills Berufsweltmeisterschaften, die von 22. bis 27. September in Shanghai stattfanden, sicherte sich Jonas Danninger ein Medallion for Excellence in der Kategorie Kälte- und Klimatechnik. Der EuroSkills-Sieger und „Best of Nation“-Titelträger des Jahres 2025 ging für das Linzer Kühlmöbel- und Kältetechnikunternehmen HAUSER an den Start – allerdings gesundheitlich angeschlagen.
„Jonas hatte in den vergangenen Tagen mit Fieber zu kämpfen. Unser Anspruch war Gold, aber unter diesen Umständen sind wir mit dem Medallion überglücklich“, erklärte Rupert Danninger, Lehrlingsausbildner bei HAUSER.
Rekordteilnahme bei Kälte- und Klimatechnik
Danninger musste sich trotz hartnäckiger Erkältung mit den Besten der Branche messen. Nachwuchstalente aus insgesamt 27 Ländern traten in der Kategorie Kälte- und Klimatechnik an – so viele wie nie zuvor. Wegen der Rekordteilnahme wurde der Wettbewerb erstmals im Schichtbetrieb durchgeführt.
Die Prüfung umfasste vier Module, verteilt auf vier Tage: Fabrication – das Löten eines Bauteils aus Kupfer nach genauen Vorgaben –, der Zusammenbau einer Kälteanlage mit anschließender Inbetriebnahme sowie Fehlersuche und -behebung in den Bereichen Elektrotechnik und Kältetechnik. „Neben dem Know-how braucht es auch ein bisschen Glück, damit am Wettkampftag alles fehlerfrei klappt“, so Ausbildner Rupert Danninger.
Vorbereitung in China und Deutschland
Zur Vorbereitung nahm Danninger an Trainingscamps in China und Deutschland teil, wo er gemeinsam mit Teilnehmern aus Ungarn, Tschechien, Österreich und Deutschland trainierte. Zusammen mit seinem Ausbildner verbrachte er acht Tage im Ausbildungszentrum im chinesischen Guangzhou. Dort wurde der komplette Bewerb durchgespielt – mit besonderem Augenmerk auf das neue Regelwerk und die Leistungen der internationalen Konkurrenz. „Die Konkurrenz aus dem asiatischen Raum und Australien ist besonders stark und nicht zu unterschätzen“, stellte Rupert Danninger fest.
Oberösterreich mit acht Teilnehmern
Neben Danninger kämpften sieben weitere Talente aus Oberösterreich bei den WorldSkills um Medaillen – darunter Koch Hannes Sortsch, CNC-Dreher Fabian Spitzer sowie die Gartengestalter Marcel Ortner und Simon Weiß. Fliesenleger Andreas Landl aus Oberösterreich wird als punktemäßig bester Österreicher mit dem Titel „Best of Nation“ ausgezeichnet.
Fünf Medals for Excellence gehen nach Vorarlberg: an Janick Gehrer, Elena Mathis, Deniz Mutun, Simon Österle und Sandro Flatz. Die Steiermark darf über Auszeichnungen für Paul Bürki, Julia Kaufmann und Anna Tritscher jubeln. Aus Salzburg erhalten Julia Gschwandtner und Bernhard Moser ein Medal for Excellence. Für Niederösterreich sind Valentina Otzelberger, Paul Meisterhofer und Christoph Schöndorfer erfolgreich. Komplettiert wird die rot-weiß-rote Erfolgsbilanz durch Medals for Excellence für Elias Stephan aus dem Burgenland, Noah Trettenbrein aus Kärnten und Abdulkadir Özen aus Wien.
Österreich auf Platz sieben in Nationenwertung
Insgesamt repräsentierten 48 Nachwuchsfachkräfte aus 42 verschiedenen Berufen Österreich bei den Berufsweltmeisterschaften. Die jungen Fachkräfte holten vier Mal Silber, sechs Mal Bronze sowie 20 Medallions of Excellence. Die Nationenwertung geht an Gastgeber China, Österreich wird starker Siebter. Damit ist die Alpenrepublik das dritterfolgreichste Land Europas, hinter Schweiz und Frankreich, knapp vor Deutschland.
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