Kärnten baut Grenzmanagement in Thörl-Maglern ab

Wegen stark gesunkener Asylantragszahlen werden die provisorischen Zelte an der Grenze abgebaut. Seit Jahresbeginn gab es in Kärnten nur rund 90 Asylanträge. Gleichzeitig sollen neue Infrastrukturprojekte für die Polizei umgesetzt werden.
Die provisorische Infrastruktur für das Grenzmanagement in Thörl-Maglern wird abgebaut. Das haben Innenminister Gerhard Karner (ÖVP), Landeshauptmann Daniel Fellner und Landeshauptmann-Stellvertreter Martin Gruber bei einem Treffen am Rande einer Polizei-Ausmusterung in Krumpendorf beschlossen. Über 180 neue Polizistinnen und Polizisten wurden dabei in den Dienst gestellt.
Grund für den Abbau ist der massive Rückgang bei den Asylanträgen. Seit Jahresbeginn wurden in Kärnten lediglich rund 90 Asylanträge gestellt. Diese Entwicklung habe sich im ersten Halbjahr 2026 kontinuierlich fortgesetzt, hieß es.
„Die illegale Migration konnte zuletzt massiv zurückgedrängt werden. Das ermöglicht deutliche Einsparungen im Asylbereich“, erklärte Karner. Er dankte dem Land für die gute Zusammenarbeit.
Fellner begrüßte die Maßnahme: „Die Zelte und die provisorische Infrastruktur waren in Zeiten notwendig, als viele Flüchtige über die Grenze nach Kärnten kamen. Die Situation hat sich Schritt für Schritt entspannt, weshalb wir in diesem Bereich erhebliche Einsparungen treffen können.“
Flugeinsatzstelle und Trainingszentrum geplant
Bei dem Treffen wurde auch über die Umsetzung der 2025 unterzeichneten Sicherheitsvereinbarung für Kärnten gesprochen. Im Fokus standen die Neuerrichtung einer Flugeinsatzstelle am Gelände des Flughafens Klagenfurt sowie die Einrichtung eines Einsatztrainingszentrums.
Karner bestätigte, dass das Ministerium an beiden Vorhaben intensiv arbeite. Fellner hoffte auf eine rasche Umsetzung: „Es ist wichtig, dass wir hier schnell ins Tun kommen.“
Gruber bedankte sich beim Minister dafür, dass die beiden Projekte trotz Sparkurs auf Bundesebene in Angriff genommen werden. Es wurde vereinbart zu prüfen, ob das Einsatztrainingszentrum ebenfalls am Flughafen-Gelände realisiert werden könnte, um Synergieeffekte zu nutzen.
Digitalfunk und Personalaufstockung
Weiteres Thema war der flächendeckende Ausbau des Digitalfunks für die Kärntner Einsatzorganisationen. Derzeit laufen die finalen Verhandlungen mit dem Bieterkonsortium im Rahmen der Ausschreibung.
Auch der Personalstand der Kärntner Polizei wurde besprochen. Für die September-Aufnahme gibt es bereits über 420 Bewerberinnen und Bewerber. Bewerbungen für spätere Termine seien weiterhin möglich. Ziel bleibe es, pensionsbedingte Abgänge zumindest eins zu eins nachzubesetzen. In Kärnten könne der Personalstand derzeit sogar aufgestockt werden.
Worüber spricht Klagenfurt morgen?
Bald verfügbar: Kostenloses News Briefing aus deiner Region – jeden Morgen um 6 Uhr.
Mit der Anmeldung nimmst du die Datenschutzerklärung zur Kenntnis.