Kärnten bereitet sich auf Hitzewelle vor

Pia ProdingerPia Prodinger
Mann mit roten Haaren trinkt Wasser aus PET-Flasche vor blauem Himmel
© Matheus Lima / Pexels (Symbolbild)

Das Land Kärnten hat rund 900 Einrichtungen über Schutzmaßnahmen gegen die bevorstehende Hitzewelle informiert. Ab Mittwoch werden Temperaturen bis zu 37 Grad erwartet, so der ORF.

Das Land Kärnten hat etwa 900 Einrichtungen – darunter Pflegeheime, Spitäler, Rettungsdienste und Kinderbetreuungseinrichtungen – über empfohlene Sofortmaßnahmen gegen die kommende Hitzewelle informiert. Dies teilte das Land am Mittwoch in einer Aussendung mit. Besonders im Blick stehen ältere Menschen, Kinder und chronisch Kranke, die durch extreme Temperaturen stark belastet werden, da ihre Thermoregulierung noch nicht oder nicht mehr richtig funktioniert. Tropennächte mit Temperaturen über 20 Grad erschweren zudem die nächtliche Erholung.

Temperaturen bis 37 Grad erwartet

Die GeoSphere Austria prognostiziert ab Mittwoch warme Luftmassen aus Südwesten. Die Wärmebelastung steigt demnach auf maximal rund 33 Grad. In den Folgetagen verschärft sich die Situation: Am Donnerstag werden bis zu 35 Grad erreicht, am Freitag sogar bis zu 36 oder 37 Grad. Dadurch steigen auch die nächtlichen Temperaturen.

Am Wochenende bleibt die Hitze bestehen, lokale Wärmegewitter bringen nur kurzzeitige Abkühlung. Die Hitzewelle soll voraussichtlich bis Donnerstag, 6. August, andauern.

Gesundheitsrisiko wird unterschätzt

Gesundheitslandesrätin Beate Prettner (SPÖ) wies darauf hin, dass Hitzebelastung häufig unterschätzt wird und bereits einzelne heiße Tage das Gesundheitsrisiko deutlich steigern können. Der überarbeitete Kärntner Hitzeschutzplan umfasst spezielle Merkblätter für verschiedene Zielgruppen – etwa für Säuglinge, pflegende Angehörige, Haustierhalter und medizinisches Personal – mit konkreten Tipps und Handlungsempfehlungen.

Empfehlungen für heiße Tage

Wichtig ist ausreichendes Trinken – am besten Wasser oder ungesüßten Tee, auch ohne Durstgefühl. Körperliche Anstrengung sollte möglichst vermieden werden. Die höchsten Temperaturen werden zwischen 17 und 18 Uhr gemessen, daher sollten Sport oder Freizeitaktivitäten in die frühen Morgen- oder Abendstunden verlegt werden. Zu Mittag scheint die Sonne zwar am stärksten, die Wärme wird aber noch gespeichert und am späten Nachmittag wieder abgegeben.

Wohnungen sollten in der Früh und abends ausreichend gelüftet und tagsüber abgedunkelt werden. Zwischendurch kann ein Fenster an einer schattigen Seite zum Stoßlüften geöffnet werden, um den CO2-Gehalt zu senken.

Von feuchten Tüchern in der Wohnung wird teilweise abgeraten: Feuchte Wärme belastet den Kreislauf stärker als trockene Hitze. Wird die Luft in einem geschlossenen Raum zu feucht, kann man kaum mehr schwitzen – dann schadet die Maßnahme mehr, als sie nützt. Ein Ventilator ist hingegen nützlich, wenn kein Klimagerät vorhanden ist, da er für Luftbewegung sorgt.

Quelle: https://kaernten.orf.at/stories/3364668/

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