Kärnten fördert gemeinschaftliches Wohnen seit 2023

Pia ProdingerPia Prodinger
© Mit KI (Gemini) generiert

Das Land Kärnten unterstützt seit 2023 Wohnprojekte, bei denen Menschen nicht nur nebeneinander, sondern miteinander leben. Drei Projekte befinden sich derzeit in Einreichung oder Umsetzung, so das Land.

Bei gemeinschaftlichen Wohnformen verfügen Bewohner über private Wohneinheiten, teilen sich aber Gärten, Gemeinschaftsräume und manchmal auch Fahrzeuge. Diese Art des Zusammenlebens soll Einsamkeit entgegenwirken und gleichzeitig kostengünstiger sein.

Abteilungsleiter Maximilian Lintner erklärte, dass aktuell drei Projekte in Einreichung beziehungsweise Umsetzung seien. Ein Projekt habe bereits alle Phasen durchlaufen. Gerade im urbanen Raum seien Ressourcen begrenzt, weshalb es wichtig sei, neue Wohnformen in Betracht zu ziehen.

Villacher Verein erhielt Förderung

Der Verein Wohnprojekt Villach bekam vor Kurzem den Förderzuschlag. Obfrau Jessica Landskron berichtete, dass der Verein derzeit nach einer Liegenschaft oder einem Bestandsobjekt in Villach suche. Sobald dieses gefunden sei, könne mit dem Bauen oder Umbauen begonnen werden.

Das Konzept setze auf Ressourcenschonung und Nachhaltigkeit: durch Carsharing, gemeinsam genutzte Waschmaschinen und einen Kinderspielraum, wo sich Familien und Einzelpersonen gegenseitig unterstützen könnten, etwa bei der Kinderbetreuung. Interessenten seien weiterhin willkommen.

Gescheitertes Projekt nennt Hürden

Das Projekt Gemeinschaftliches Wohnen Kärnten schaffte es nicht in die Endphase. Severin Walthart schilderte, dass die Idee eines großen gemeinsamen Gemüsegartens und eines selbst gebauten Lehmpizzaofens für acht Pizzen sinnvoll und wünschenswert erschienen sei. Doch die Grundstückssuche und die finanzielle Verantwortung seien trotz jahrelanger Planung die größten Hürden gewesen.

Monika Skazedonig ergänzte, der noch bevorstehende Weg sei nicht mehr bewältigbar gewesen. Zudem sei die Gruppe immer kleiner geworden.

Bei gemeinschaftlichen Wohnformen existieren verschiedene Modelle. Der Wohnraum kann etwa im Besitz eines Vereins stehen, um das langfristige Fortbestehen der Gemeinschaft zu sichern. In diesem Fall werden die Wohneinheiten vermietet.

Quelle: https://kaernten.orf.at/stories/3363896/

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