Kärnten: Fünf Wölfe im zweiten Quartal geschossen

Pia Prodinger
Wolf im Herbstlaubwald auf Felsen stehend, Blick zur Kamera
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Zwischen April und Juni 2026 wurden in Kärnten fünf Wölfe entnommen. Drei Schadwölfe und zwei Risikowölfe wurden in den Bezirken Villach-Land und Hermagor geschossen. Zusätzlich mussten 42 Tiere aus bewohntem Gebiet vertrieben werden.

Das Land Kärnten hat am Freitag den zweiten Quartalsbericht zum Wolfsgeschehen veröffentlicht. Demnach wurden zwischen 1. April und 30. Juni 2026 insgesamt fünf Wölfe entnommen: zwei Schadwölfe im Bezirk Hermagor, ein Schadwolf sowie zwei Risikowölfe im Bezirk Villach-Land.

Insgesamt wurden 42 Vergrämungen von Wölfen aus bewohntem Gebiet beim Land gemeldet und dokumentiert. Dies zeige die anhaltende Dynamik des Wolfsgeschehens, heißt es im Bericht. In 22 Fällen führten die Vergrämungsmaßnahmen in weiterer Folge zu Entnahmemöglichkeiten.

Abschüsse nach Angriffen auf Nutztiere

Bei jedem einzelnen Wolfsabschuss wurde die Einhaltung der Kärntner Risikowolfsverordnung sowie des Kärntner Alm- und Weideschutzgesetzes genauestens überprüft. Den Abschüssen der Schadwölfe gingen unmittelbare Angriffe auf Nutztiere voraus.

„Mit dem Beginn der Almsaison nehmen leider auch die Konfliktsituationen zwischen Almwirtschaft und Wolf wieder zu. Das Alm- und Weideschutzgesetz ist unsere Antwort darauf“, wird Jagdreferent LHStv. Martin Gruber zitiert. Heuer seien bisher zehn Nutztierrisse gemeldet worden. „Dass es noch nicht mehr sind, ist auch dem raschen Einschreiten der Jäger zu verdanken“, so Gruber.

Nutztierrisse mehr als halbiert

Durch die Kombination von Risikowolfsverordnung und Alm- und Weideschutzgesetz sei es in Kärnten zwischen 2022 und 2025 gelungen, die Nutztierrisse durch Wölfe mehr als zu halbieren.

Das Wolfsgeschehen konzentriert sich weiterhin auf den Oberkärntner Raum. Auch im ersten Quartal wurden die meisten Wolfssichtungen und Entnahmen aus diesen Bezirken gemeldet. Insgesamt wurden in Kärnten im Jahr 2026 bisher 12 Wölfe verordnungs- und gesetzeskonform entnommen.

Seit Inkrafttreten der ersten Wolfsverordnung mussten in Kärnten über 800 Mal Risikowölfe aus Siedlungsgebieten vergrämt werden. Insgesamt gab es seither 261 Entnahmemöglichkeiten und 42 Wolfsabschüsse.

Quelle: https://ktnvp.at/2026/07/03/fuenf-wolfsabschuesse-im-zweiten-quartal-2026

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