Kärnten investiert 41 Millionen Euro in 343 Regionalprojekte

Das Land Kärnten fördert die Regionalentwicklung mit umfangreichen Mitteln. Laut Halbjahresbericht sind bereits 207 von 343 Projekten in Umsetzung, 47 wurden abgeschlossen. Die förderfähigen Kosten belaufen sich auf rund 41 Millionen Euro.
Landeshauptmann-Stellvertreter Martin Gruber präsentierte am Dienstag in der Sitzung der Kärntner Landesregierung den Halbjahresbericht zur Umsetzung der regionalen Arbeitsprogramme 2026. Die Bilanz zeigt einen weit fortgeschrittenen Stand: Von insgesamt 343 Projekten werden derzeit 207 bereits umgesetzt, 47 sind fertiggestellt. Weitere 89 Projekte befinden sich in der Planungsphase.
„Der Bericht zeigt, wie viel Bewegung in unseren Regionen steckt. Wir schaffen damit echte Wertschöpfung in den Gemeinden vor Ort und für die Menschen, die dort leben und arbeiten“, erklärte der Regionalentwicklungsreferent.
Fördermittel lösen Investitionen aus
Die förderfähigen Kosten der bereits abgeschlossenen und laufenden Projekte summieren sich auf etwa 41 Millionen Euro. Dafür werden rund 25,6 Millionen Euro an Fördermitteln aus verschiedenen Programmen wie LEADER oder der Orts- und Regionalentwicklung des Landes bereitgestellt. Jeder eingesetzte Förder-Euro löse damit rund 1,77 Euro an förderfähigen Kosten aus, betonte Gruber. Dies unterstreiche die Bedeutung der Regionalentwicklung als Instrument zur Stärkung des ländlichen Raums.
Seit dem Inkrafttreten des Kärntner Regionalentwicklungsgesetzes im März 2023 bilden die regionalen Arbeitsprogramme das zentrale Steuerungsinstrument für die Entwicklung der insgesamt sieben Kärntner Regionen. Sie sollen die Gebiete als Lebens-, Wirtschafts-, Arbeits- und Bildungsräume für alle Generationen nachhaltig entwickeln.
Entwicklungsleitbilder werden ausgeweitet
Das Land Kärnten setzt heuer inhaltliche Schwerpunkte in der Orts- und Regionalentwicklung. Dazu zählen die Orts- und Stadtkernbelebung, die Leerstandaktivierung sowie die Regionalen Entwicklungsleitbilder (RELBs).
Nach dem Start der Regionalen Entwicklungsleitbilder im Jahr 2025 in den Gebieten entlang des Koralmbahnkorridors wird der Prozess heuer auf Mittel- und Oberkärnten ausgeweitet. „Wir beantworten damit nicht nur die Frage, was sich in einer Region entwickeln soll, sondern auch wo genau“, so Gruber. Damit entstehe erstmals eine flächendeckende, abgestimmte Strategie für ganz Kärnten. Das alte Kirchturmdenken sei einer überregionalen und abgestimmten Standortentwicklung gewichen. Ziel sei es, dass alle Kärntner Regionen von den Chancen der Koralmbahn profitieren und sich weiterhin positiv entwickeln können.
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