Kärnten startet größte Katastrophenschutzübung

Mona HopfingerMona Hopfinger
Kärnten Übung "Combined Success 2026" Erdbeben-Szenario mit Einsatzfahrzeugen, Warnung, Leuchtturm und Zivilschutzvorbereitung.
© Mit KI (Gemini) generiert

Von 13. bis 15. November 2026 findet in Kärnten die größte Katastrophenschutzübung der Landesgeschichte statt. Rund 2.500 Personen trainieren die Bewältigung eines schweren Erdbebens. Die Bevölkerung muss mit Straßensperren und Sirenensignalen rechnen.

Kärnten bereitet sich auf den Ernstfall vor: Unter dem Namen "Combined Success 2026" proben Behörden, Einsatzkräfte, Bundesheer, Organisationen und private Partner landesweit die Reaktion auf ein schweres Erdbeben. Insgesamt nehmen 2.500 Personen an der Großübung teil.

Das Szenario wurde im Gedenken an das schwere Beben vor 50 Jahren in Friaul-Julisch Venetien gewählt. Die Übung soll den Katastrophenschutz weiterentwickeln und das Zusammenspiel aller beteiligten Organisationen stärken.

Straßensperren und Sirenensignale angekündigt

Besonders am Freitag und Samstag (13./14. November) wird es in mehreren Bezirken und Gemeinden zu Beeinträchtigungen kommen. Das Land Kärnten bittet die Bevölkerung um Verständnis für Straßensperren, Fluglärm, Fahrzeugkolonnen und die Auslösung von Sirenensignalen. Die Absperrungen sollen im Sinne der eigenen Sicherheit sowie jener der übenden Kräfte berücksichtigt werden.

Gleichzeitig ruft das Land die Bürgerinnen und Bürger dazu auf, die Übung zum Anlass zu nehmen, sich mit dem Thema Zivilschutz zu beschäftigen und den eigenen Haushalt krisensicher zu machen. Hilfreiche Tipps gibt es beim Kärntner Zivilschutzverband unter kaernten.zivilschutz.at.

Krisenstäbe in allen Bezirken

In allen acht Kärntner Bezirken sowie in den beiden Statutarstädten Klagenfurt und Villach werden Krisenstäbe hochgefahren. Auch der Landeskrisenstab tritt zusammen. Diese Stäben koordinieren im Ernstfall die Katastrophenbewältigung.

In den Bezirken Hermagor und Feldkirchen wird ein reines Planspiel durchgeführt. Feuerwehr, Rettung und andere Einsatzorganisationen werden dort nicht im Außeneinsatz zu sehen sein. In den Bezirken Völkermarkt, Wolfsberg, St. Veit an der Glan, Klagenfurt-Land, Villach-Land, Spittal an der Drau sowie in den Stadtgebieten von Klagenfurt und Villach finden hingegen teils groß angelegte Übungsszenarien statt.

Versorgungssicherheit bleibt gewährleistet

Trotz der großen Zahl an beteiligten Personen und Fahrzeugen wird die Versorgungssicherheit nicht beeinträchtigt. Die Einsatzbereitschaft der teilnehmenden Organisationen bleibt aufrecht. Es kommt zu keinen Abschaltungen der Strom- oder Wasserversorgung. Eine Auslösung der Zivilschutzsignale (Warnung, Alarm, Entwarnung) oder des Bevölkerungswarnsystems (AT-Alert) ist nicht vorgesehen.

Leuchttürme als Anlaufstellen im Ernstfall

In einigen Städten und Gemeinden werden während der Übung sogenannte Leuchttürme aktiviert. Ein Beispiel ist das Veranstaltungszentrum K3 in 9122 St. Kanzian am Klopeiner See, Kirchweg 4a.

Auf Initiative von Landeshauptmann Daniel Fellner entstand in allen 132 Kärntner Gemeinden ein flächendeckendes Netz an Leuchttürmen bzw. Infopoints. Landesweit zählt man inzwischen bereits 154 dieser Anlaufstellen. Die Standorte lassen sich im Geoinformationssystem des Landes, KAGIS, abrufen: gis.ktn.gv.at.

Info-Hotline eingerichtet

Das Land Kärnten richtet für die Übung eine eigene Info-Hotline ein. Unter 050 536 22132 ist das Bürgerservice des Landes Kärnten am Freitag, 13. November 2026, und am Samstag, 14. November 2026, jeweils von 08.00 Uhr bis 20.00 Uhr erreichbar. Informationen zur Übung gibt es auch unter katinfo.ktn.gv.at.

Quelle: https://kanzian.at/Grossuebung_Combined_Success_2026_Kaernten_probt_fuer_den_Ernstfall

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