Kärnten testet automatisierte Busse im Lavanttal

In St. Paul fiel der Startschuss für die Kärntner Pilotregion des Forschungsprojekts ROBERTA. Bis 2030 sollen hochautomatisierte Busse im öffentlichen Linienverkehr zwischen St. Paul und St. Andrä eingesetzt werden.
Im Rathaus von St. Paul im Lavanttal wurde am 8. Juli die Kärntner Pilotregion des österreichweiten Leitprojekts ROBERTA vorgestellt. Vertreter aus Politik, Wissenschaft, Wirtschaft, Verkehrsunternehmen und Gemeinden informierten sich über das Vorhaben und diskutierten die weiteren Schritte.
Das Forschungsprojekt ROBERTA – Real World Automated Bus Operation Austria gehört zu den größten österreichischen Projekten im Bereich automatisierte Mobilität. In vier Pilotregionen – Oberösterreich, Steiermark, Kärnten und Tirol – werden bis 2030 die Rahmenbedingungen für hochautomatisierte Busse im Linienverkehr entwickelt. Technische, organisatorische und rechtliche Grundlagen werden dabei unter realen Bedingungen getestet.
Testkorridor zwischen St. Paul und St. Andrä
In Kärnten ist ALP.Lab für die Umsetzung zuständig. Ein etwa 24 Kilometer langer Testkorridor zwischen St. Paul im Lavanttal und St. Andrä ist vorgesehen. Die hochautomatisierten Busse sollen bestehende Linienverbindungen ergänzen. Besonders die sogenannte letzte Meile zur Koralmbahn soll verbessert werden, um eine durchgängige Mobilitätskette zwischen Wohnort, Bahnhof und Arbeitsplatz zu schaffen. Der Demonstrationsbetrieb soll Ende 2027 oder Anfang 2028 starten.
Öffentlicher Verkehr rund um die Uhr
Bürgermeister Stefan Salzmann sieht in dem Projekt eine große Chance für die Region:
„In anderen Teilen der Welt gehört automatisierte Mobilität bereits zum Alltag – nun schließt auch Österreich auf. Unser Ziel muss es sein, den öffentlichen Verkehr künftig möglichst rund um die Uhr anbieten zu können und damit das Leben im ländlichen Raum noch attraktiver zu machen.“
Die Koralmbahn eröffne für das Lavanttal neue Möglichkeiten, heißt es. Das Projekt ROBERTA solle dazu beitragen, diese Potenziale zu nutzen und den öffentlichen Verkehr zukunftsfähig weiterzuentwickeln. Die Marktgemeinde St. Paul beteiligt sich als Pilotregion an dem Forschungsprojekt.
Quelle: https://sanktpaul.at/unsere-gemeinde/neuigkeiten/neuigkeiten-detail/roberta
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